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Brexit-Studie: Finanzplatz Frankfurt profitiert am meisten

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Neue Brexit-Studie  

Frankfurt zieht am meisten Jobs und Firmen an

11.08.2016, 12:59 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Brexit-Studie: Finanzplatz Frankfurt profitiert am meisten. Vergleichsweise günstige Gewerbeimmobilien und gute Infrastruktur: Mit diesen und weiteren Vorteilen punktet Frankfurt im Vergleich zu Paris & Co. (Quelle: imago/Westend61)

Vergleichsweise günstige Gewerbeimmobilien und gute Infrastruktur: Mit diesen und weiteren Vorteilen punktet Frankfurt im Vergleich zu Paris & Co. (Quelle: Westend61/imago)

Unter allen europäischen Finanzplätzen dürfte Frankfurt am meisten vom Ausstieg der Briten aus der EU profitieren. Einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge hat die Stadt die besten Chancen, aus London verlagerte Arbeitsplätze und Firmen anzuziehen.

Im Standortwettbewerb mit den Finanzzentren Paris, Dublin und Luxemburg habe Frankfurt die Nase klar vorne, sagt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte des IW.

Lobbyverband rechnet mit 10.000 neuen Stellen

Während den Geldhäusern in Großbritannien bislang der sogenannte EU-Pass reicht, um von London aus Finanzgeschäfte in der gesamten EU zu betreiben, ist noch unklar, wie sich dies nach dem Austritt der Briten darstellt. So haben schon mehrere Geldhäuser in Großbritannien angekündigt, Jobs zu verlagern. Die Lobbyvereinigung "Frankfurt Main Finance" rechnet binnen fünf Jahren mit 10.000 neuen Arbeitsplätzen am Main.

Für Frankfurt spricht dem IW zufolge der Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB), die die Verantwortung für die Geldpolitik und die Aufsicht über die größten Banken der Eurozone vereint. Dazu tummeln sich hier weitere wichtige Behörden wie die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA und der Risikorat ESRB, ein Ausschuss der EU zur Früherkennung systemischer Krisen.

Hoher Stellenwert der EZB für Standortentscheidung

Zwar habe in Paris die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihren Hauptsitz, doch diese sei für die Finanzbranche weniger bedeutsam als die EZB. "Die Nähe zur Notenbank ist wichtig für Banken, da sie so direkt mit der Aufsicht kommunizieren können", sagt IW-Forscher Voigtländer.

Auch Luxemburg, das zwar eine große Fondsbranche beheimatet, schneidet im Vergleich der Infrastruktur schlechter ab als Frankfurt; und zwar ebenso wie Dublin. So sei Frankfurt allein schon dank des großen Flughafens deutlich leichter zu erreichen, wie die Autoren betonen. 

Ferner punkte Frankfurt mit leicht verfügbaren Gewerbeimmobilien. Im Vergleich zu Paris seien in Frankfurt die Mieten für erstklassige Gewerbeimmobilien um rund 50 Prozent günstiger. "In Paris ist es gar nicht so einfach, freie hochwertige Büros zu finden", so Voigtländer. 

London bleibt wichtigstes Finanzzentrum

Außerdem biete Frankfurt dank guter medizinischer Versorgung, Infrastruktur und weniger Kriminalität eine höhere Lebensqualität als die Konkurrenz. In einem entsprechenden Ranking der Unternehmensberatung Mercer stehe Frankfurt auf Platz 7, Luxemburg auf Platz 19, Dublin auf Platz 33 und Paris an 37. Stelle.

Unter Abwägung aller Gesichtspunkte folgert das IW: "Mit seiner bereits starken Position als Finanzstandort für den europäischen Binnenmarkt könnte Frankfurt weitere Banken und Investoren anziehen." London werde aber trotz Brexit-Votums wichtigstes Finanzzentrum in Europa bleiben, meinen die Wirtschaftsforscher.

Dafür sprechen auch die Kräfteverhältnisse: In London arbeiteten laut der Zahlen der Landesbank Helaba Ende 2015 rund 144.000 Menschen in der Bankenbranche, in Frankfurt waren es 62.500.

Bis britische Banker an den Main ziehen, dürfte zudem noch etwas Zeit vergehen, meint Voigtländer. So hat Großbritannien den Austritt aus der EU noch nicht einmal beantragt und steht vor langwierigen Verhandlungen über die Handelsbeziehungen. "Erst 2017 dürfte spürbar werden, wie groß die Jobverlagerungen aus London ausfallen."

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