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Harley-Davidson muss 12 Millionen Dollar wegen Abgas-Betrug zahlen

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Millionenstrafe verhängt  

Abgas-Betrug auch bei Harley-Davidson

19.08.2016, 08:30 Uhr | dpa

Harley-Davidson muss 12 Millionen Dollar wegen Abgas-Betrug zahlen. Ein Zubehörteil hat die Abgase von Motorrädern der Kultmarke "Harley-Davidson" unzulässig verändert. (Quelle: dpa)

Ein Zubehörteil hat die Abgase von Motorrädern der Kultmarke "Harley-Davidson" unzulässig verändert. (Quelle: dpa)

Auch der amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson hat bei seinen Abgas-Werten betrogen und wird jetzt von der Justiz zur Rechenschaft gezogen. Gegen das Unternehmen sei eine Strafe von 12 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 10,6 Mio Euro) verhängt worden, teilte das Justizministerium mit.

Zusätzlich solle Harley-Davidson drei Millionen Dollar für Projekte gegen Luftverschmutzung zahlen. 

Zubehörteil erhöht Schadstoffausstoß 

Dem Hersteller der in der Biker-Szene beliebten und als Kultobjekte gehandelten Harley-Motorräder wird vorgeworfen, seit 2008 etwa 340.000 sogenannte Motor-Tuner verkauft zu haben, die zu erhöhtem Schadstoffausstoß führen und gegen die Luftreinhaltegesetze verstoßen.

Der Vergleich mit Harley-Davidson sehe auch einen sofortigen Verkaufsstopp dieser als Zubehör für Motorräder angebotenen Gerätschaften vor. 

Warnsignal für die gesamte Branche 

"Angesichts von Harley-Davidsons prominenter Stellung in der Branche ist dies ein sehr wichtiger Schritt", verkündete John C. Cruden, der beim Justizministerium für Umweltfragen zuständig ist. "Jeder andere, der solche Art illegaler Produkte anfertigt, verkauft, oder installiert sollte die Maßnahmen gegen Harley-Davidson beachten und sofort aufhören, gegen das Gesetz zu verstoßen."

Die US-Umweltbehörde EPA stuft die Gerätschaften als "Defeat Devices" (Abschalteinrichtungen) ein. Die gleiche Bezeichnung verwendeten die Aufseher im "Dieselgate"-Skandal des deutschen Volkswagen-Konzerns für Betrugs-Software, mit welcher der Autobauer die Emissionswerte Hunderttausender Fahrzeuge manipuliert hatte.

VW hat sich in dem Fall mit Hunderten Zivilklägern und etlichen Generalstaatsanwälten in den USA auf einen Vergleich von bis zu 15,3 Milliarden Dollar geeinigt. 

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