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Geheimverhandlungen mit Gabriel und Verdi: Was plant Rewe im Übernahme-Poker um Kaiser's Tengelmann?

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Verhandlungen fortgesetzt  

Was plant Rewe im Übernahme-Poker um Kaiser's Tengelmann?

24.10.2016, 17:04 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Geheimverhandlungen mit Gabriel und Verdi: Was plant Rewe im Übernahme-Poker um Kaiser's Tengelmann?. Norma und Markant haben ihren Widerstand gegen eine Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka aufgegeben. Rewe hält an seiner Klage fest. Noch. (Quelle: dpa)

Norma und Markant haben ihren Widerstand gegen eine Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka aufgegeben. Rewe hält an seiner Klage fest. Noch. (Quelle: dpa)

Trotz der lautstark ausgetragenen Streitereien zwischen Tengelmann-Eigentümer Haub und Rewe-Chef Caparros ist das letzte Wort im Streit um die Zukunft der angeschlagenen Supermarkt-Kette Kaiser's Tengelmann noch nicht gesprochen. Der Druck auf Rewe wächst.  

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und die Gewerkschaft Verdi versuchen in Geheimverhandlungen, die Zerschlagung der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann doch noch abzuwenden. Gabriel nehme an Gesprächen zu Kaiser's Tengelmann teil, sagte eine Sprecherin des Ministers. Auch Verdi betonte, es gebe weiter Kontakte.

Rewe setzt weiter auf eine Aufteilung der Kette

Zuvor hatte nach dem Discounter Norma auch die Handelskooperation Markant angekündigt, ihre Klage gegen Gabriels Sondererlaubnis für die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Branchenprimus Edeka zurückzuziehen.

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Gabriels Sondererlaubnis kann nur in Kraft treten, wenn auch Rewe seine Klage zurückzieht. Der Kölner Handelsriese erklärte, er begrüße die Fortsetzung der Gespräche für eine faire Aufteilung von zu Kaiser's Tengelmann zur Sicherung der rund 16.000 Arbeitsplätze.

Warum zieht Rewe seine Klage nicht zurück?

Rewe geht es um die Sicherung seiner Marktposition. Der Rivale Edeka ist schon heute mit Abstand Deutschlands größter Lebensmittelhändler - und Rewe will nicht weiteren Boden verlieren. Genau das aber würde bei einer Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch den Marktführer geschehen.

Dabei geht es nicht nur ums Image, sondern auch um Einkaufskonditionen und Wettbewerbsfähigkeit. Denn je größer ein Händler ist, desto günstigere Einkaufspreise kann er für sich bei den Herstellern durchsetzen.

Ist eine Einigung also ausgeschlossen?

Nicht unbedingt. Erste Ideen, wie ein Kompromiss aussehen könnte, gab es schon beim Spitzengespräch der Chefs von Tengelmann, Edeka und Rewe unter Vermittlung der Gewerkschaft Verdi vor einigen Wochen. Damals stand die Idee im Raum, Rewe könnte die Kaiser's-Tengelmann-Filialen im Großraum Berlin und in Nordrhein-Westfalen übernehmen, Edeka dagegen Geschäfte in München und Oberbayern, wie Rewe-Chef Alain Caparros kürzlich verriet.

Gibt es eine andere Kompromissmöglichkeit?

Ja. Theoretisch könnte sich Rewe auch mit einer Millionen-Zahlung abfinden lassen. Doch hat Caparros eine solche Einigung bislang abgelehnt. "Wir brauchen kein Geld. Wir kämpfen darum, eine kritische Größe zu behalten", sagte er neulich.

Das größte Hindernis für eine Einigung ist derzeit fehlendes Vertrauen. Mit Karl-Erivan Haub und Alain Caparros treffen zwei starke Persönlichkeiten aufeinander, deren Verhältnis von Misstrauen geprägt ist. Haub wirft dem Rewe-Chef "Zerstörungswut" vor und macht keinen Hehl daraus, dass er die bisherigen Angebote des Managers zur Rettung von Kaiser's Tengelmann für schlichtweg "unseriös" hält.

Caparros wirft Haub seinerseits vor, "sich als Sonnenkönig aufzuführen" und die Suche nach einer Lösung für dessen eigenes Unternehmen seit Jahren zu torpedieren.

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