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2017 wird weiteres Jahr mit Öl-Überangebot

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Produktion steigt  

Öl-Überangebot auch im nächsten Jahr

10.11.2016, 12:40 Uhr | rtr

2017 wird weiteres Jahr mit Öl-Überangebot. Öl-Plattform im Opec-Mitgliedsstaat Venezuela. (Quelle: dpa)

Öl-Plattform im Opec-Mitgliedsstaat Venezuela. (Quelle: dpa)

Auch im nächsten Jahr droht dem Ölmarkt ein Überangebot. Das meldete die Internationale Energieagentur (IEA). Damit könnte auch der Spritpreis weiterhin auf eher niedrigem Niveau verharren.

Ohne eine Förderkürzung der Opec dürften die Lagerbestände wachsen und der Preis weiter unter Druck geraten, erklärte die IEA. Denn die Produktion von Ölförderstaaten, die nicht dem Kartell angehören wie Russland, Brasilien, Kanada und Kasachstan, werde nächstes Jahr wohl wieder steigen.

"Das bedeutet, dass 2017 ein weiteres Jahr mit einem massiven weltweiten Überangebot ähnlich wie 2016 werden könnte." Zumal wegen der mauen Weltwirtschaft und der Konjunkturabkühlung in China und Indien kaum mit einer anziehenden Nachfrage zu rechnen sei.

Damit komme dem Treffen der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) Ende November in Wien eine besondere Bedeutung für die Stabilisierung des Ölmarktes zu, erklärte die Agentur, die Industrieländer in Energiefragen berät. Angesichts der Differenzen unter den Opec-Staaten wuchsen allerdings zuletzt die Zweifel, dass es zu einer Einigung auf eine Förderkürzung kommt. Der Ölpreis hat sich wegen des Überangebots seit Mitte 2014 in etwa halbiert.

Iran-Handel vorerst nicht gefährdet

Ein Ende des gerade erst wieder aufblühenden Iran-Geschäfts ist auch nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten nicht in Sicht. "Faktisch geht der Handel weiter", sagte der Geschäftsführende Vorstand der Deutsch-Iranischen Handelskammer, Michael Tockuss. Nach dem Fall der Handelssanktionen gegen den Iran hatte das Land den Markt mit weiterem Öl geflutet. 

Trump hatte angekündigt, als Präsident das Atomabkommen mit dem Iran zu beenden, das zum Ende der westlichen Sanktionen führte. Eine solche völkerrechtliche Vereinbarung lasse sich nicht so einfach kündigen wie ein Handy-Vertrag, sagte Tockuss. "Da Herr Trump ja auch mit Russland eine engere Beziehung aufbauen möchte, wird er sicherlich auch von dort und aus Peking klare Stellungnahmen zum Thema Iran erhalten."

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