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Angst beim Bodenpersonal: Streik der Piloten entzweit Lufthansa

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Pilotenstreiks laufen aus  

Bodenpersonal hat Angst um die Zukunft der Lufthansa

30.11.2016, 14:27 Uhr | dpa, AFP

Angst beim Bodenpersonal: Streik der Piloten entzweit Lufthansa. Wegen des Streiks der Piloten fallen bei der Lufthansa auch am Mittwoch fast 900 Flüge aus. (Quelle: dpa)

Wegen des Streiks der Piloten fallen bei der Lufthansa auch am Mittwoch fast 900 Flüge aus. (Quelle: dpa)

Mit ihrem Dauerstreik stoßen die Piloten der Lufthansa bei anderen Mitarbeitern der Fluggesellschaft immer mehr auf Ablehnung. Teile der Belegschaft demonstrierten gegen die Cockpit-Besatzungen. Viele sehen in den Arbeitsniederlegungen eine zunehmende Bedrohung für das Unternehmen.

Nach Polizeischätzungen demonstrierten am Mittwoch zeitweise bis zu 400 Beschäftigte vor der Unternehmenszentrale am Frankfurter Flughafen. Der Betriebsrat des Frankfurter Bodenpersonals hatte ohne Rückendeckung der Gewerkschaften zu der Kundgebung aufgerufen. Er forderte ein schnelles Ende des "zerstörerischen Streits" und verlangt von der VC, in eine Schlichtung einzuwilligen.

"Es herrscht große Angst um die Unternehmenszukunft am Boden, bei der Technik und der Cargo", sagte Rüdiger Fell, Mitglied des Lufthansa-Betriebsrats Frankfurt Boden, der sich der nicht-gewerkschaftlichen "Vereinigung Boden" zugehörig fühlt.

Schweigende Mehrheit

"Was immer die Piloten herausholen, muss am Ende des Tages an anderen Stellen im Unternehmen gegenfinanziert werden", sagte Fell weiter. Die Piloten nähmen mit ihren fortgesetzten Streiks die Lufthansa-Mitarbeiter ebenso in Geiselhaft wie die Passagiere. Bei Lufthansa gebe es eine schweigende Mehrheit, die von den Streiks die Nase voll hätten.

Ausdrücklich bestätigte Fell, dass die Vertreter der Gewerkschaft Verdi nicht für die Demonstration gestimmt haben. Offenbar gebe es eine "gewisse Beißhemmung" der Gewerkschaften untereinander. Der Betriebsrat Boden vertritt die Interessen von rund 6000 Beschäftigten. In ihm arbeiten neben Verdi etliche kleinere Gruppen. Verdi und auch die Kabinengewerkschaft Ufo hatten sich klar von dem Aufruf distanziert.

Lufthansa legt neues Angebot ohne Bedingungen vor

Die Airline will derweil die streikenden Piloten mit einem verbesserten Angebot zurück an den Verhandlungstisch holen. Sie bietet eine Erhöhung der Bezüge in zwei Stufen um insgesamt 4,4 Prozent und zusätzlich eine Einmalzahlung an. "Wir wollen dringend weiteren Schaden vom Unternehmen abwenden und unseren Passagieren endlich wieder den Service bieten, den sie von uns erwarten können." Das Angebot sei der Gewerkschaft bereits am Dienstagabend unterbreitet worden.

Im einzelnen bietet die Lufthansa für 2016 eine Vergütungserhöhung um 2,4 Prozent und für 2017 um weitere 2,0 Prozent. Dieses Angebot sei nicht an weitere Bedingungen geknüpft. Die Lufthansa gehe damit auf eine zentrale Forderung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ein, hieß es.

Die Gewerkschaft habe gegenüber Medien wiederholt erklärt, auf Basis eines solchen Angebotes zu einer Schlichtung bereit zu sein. Lufthansa stehe ab sofort zur Verfügung, um auf Basis dieses Angebotes gemeinsam mit der VC eine Schlichtung des Vergütungstarifvertrages vorzubereiten.

VC reagierte verhalten und erklärte, auf den ersten Blick seien noch Fragen offen. Zunächst müsse der Vorschlag genauer geprüft werden. "Wir wissen noch nicht einmal, ob wir es als Angebot werten können", sagte ein Sprecher.

Deutlich weniger Buchungen

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge sind die Buchungsrückgänge bei der Lufthansa inzwischen "deutlich spürbar". Das Blatt beruft sich auf Unternehmenskreise und Kreise der Gewerkschaft Cockpit. Demnach sei auch die Auslastung der trotz Streiks durchgeführten Langstreckenflügen erheblich gesunken. Sie liege zum Teil bei weniger als zehn Prozent.

Die Piloten hatten am Mittwoch ihre Streiks bei Lufthansa fortgesetzt. Der Konzern strich wegen der Ausstände 890 Flüge, davon waren rund 98.000 Passagiere betroffen. Die Flieger der Töchter Eurowings und Germanwings hoben wie geplant ab. Am Donnerstag will die Airline wieder nahezu nach Plan fliegen. Nach den Streiks am Dienstag und Mittwoch werde es nur noch zu vereinzelten Flugstreichungen kommen. Rund 40 Flüge werden demnach ausfallen.

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