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US-Notenbank drückt den Euro zum US-Dollar auf 14-Jahres-Tief

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US-Geldpolitik drückt Euro auf ein 14-Jahres-Tief

15.12.2016, 17:16 Uhr | dpa-AFX

US-Notenbank drückt den Euro zum US-Dollar auf 14-Jahres-Tief. US-Dollar gewinnt zum Euro an Gewicht - und Stärke. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

US-Dollar gewinnt zum Euro an Gewicht - und Stärke. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nachdem die US-Notenbank Fed am Vortag den Leitzins erwartungsgemäß leicht erhöht hat, profitiert vor allem der US-Dollar. Im Vergleich zu vielen anderen Währungen zieht der Dollar an. Der Euro rutscht im Gegenzug auf den tiefsten Stand seit fast 14 Jahren.

Am Donnerstag fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung zeitweilig unter die Marke von 1,04 US-Dollar. So tief stand der Euro zuletzt im Januar 2003. Die Gemeinschaftswährung bewegte sich damit weiter ein Stück weit in Richtung Parität mit der US-Währung. Der Euro hat zuletzt Ende 2002 weniger als einen US-Dollar gekostet.

Die zweite Zinserhöhung der Fed nach der Finanz- und Wirtschaftskrise und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen im kommenden Jahr sorgten auch für Kursverluste beim japanischen Yen, bei der schwedischen Krone und bei Währungen von Schwellenländern wie dem südafrikanischen Rand. Schwellenländer leiden besonders unter steigenden Zinsen in den USA, weil dann verstärkt Kapital in die Vereinigten Staaten zurückfließt.

Fed signalisiert weitere Zinserhöhungen

Der Dollar-Index, der die amerikanische Währung ins Verhältnis zu anderen wichtigen Devisen setzt, stieg am Donnerstag ebenfalls auf den höchsten Stand seit 2003.

Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed ihren Leitzins zum zweiten Mal nach der Finanzkrise angehoben und für kommendes Jahr ein höheres Straffungstempo angedeutet. Statt bisher zwei Zinserhöhungen hatte die Fed im Rahmen ihrer geldpolitischen Beschlüsse drei Zinserhöhungen im kommenden Jahr signalisiert.

Dass die Fed erneut an der Zinsschraube drehte, sei überfällig gewesen, sagt Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Extrem niedrige Zinsen wie in der Finanzkrise seien nicht mehr erforderlich und mit Blick auf mögliche Inflationsgefahren sogar gefährlich. Problematisch ist der aktuelle Höhenflug des Dollar hingegen für die US-Exportindustrie, weil er deren Produkte im Ausland teurer macht.

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