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Wirtschaft - Aktien Asien: Überwiegend schwächer - Trump-Auftritt gibt Yen Auftrieb

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Wirtschaft  

Aktien Asien: Überwiegend schwächer - Trump-Auftritt gibt Yen Auftrieb

12.01.2017, 10:32 Uhr | dpa-AFX

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (dpa-AFX) - Die Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag überwiegend nachgegeben und die Pressekonferenz des künftigen US-Präsidenten vom Vortag verarbeitet. Der asiatische Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific büßte zuletzt 0,44 Prozent auf 179,85 Punkte ein.

Während der Pressekonferenz von Donald Trump sei es zu einem deutlichen Wertverlust des US-Dollar gekommen, "der wahrscheinlich zum Teil damit erklärt werden kann, dass über künftige Steuerpläne nicht viel gesagt wurde", kommentierte Analyst Michael Hewson von CMC Markets. Entsprechend legten andere Währungen wieder spürbar zu. Der japanische Yen etwa stieg deutlich und belastete die Stimmung an der Tokioter Börse. Zahlreiche Unternehmen Japans sind auf den Export ausgerichtet. Ein Anstieg des Yen aber führt zur Verteuerung ihrer Waren im Ausland und erschwert daher deren Absatz.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Abschlag von 1,19 Prozent bei 19 134,70 Zählern. Der Yen erreichte im Vergleich zum US-Dollar den höchsten Stand seit Anfang Dezember. Zu den größeren Verlierern zählten etwa Aktien von Autobauern wie Toyota mit minus 0,97 Prozent oder Nissan, die um 1,07 Prozent nachgaben. Auch Pharmaaktien gaben nach: Astellas Pharma sanken um 4,19 Prozent und Takeda Pharmceutical, die sich aktuell in den USA mit einer Milliarden-Übernahme stärken wollen, gaben um 2,62 Prozent nach. Hier belasteten die Aussagen Trumps über eine härtere Gangart den Pharmakonzernen gegenüber. Dagegen stiegen die Aktien des Supermarktbetreibers Aeon um 1,18 Prozent, nachdem dieser über einen deutlichen Gewinnanstieg im dritten Geschäftsquartal berichtet hatte.

In China büßte der CSI 300 mit den 300 größten an den Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen notierten Werten 0,51 Prozent nach auf 3317,62 Punkte ein. An der Börse in Hongkong, wo auch ausländische Investoren uneingeschränkt handeln dürfen, sank der Hang-Seng-Index <HSI.X.HOX> um 0,46 Prozent auf 22 829,02 Punkte.

Wenigstens mit Blick auf die Beziehungen zu China habe Trump nichts zu Strafzöllen oder anderen Handelsbarrieren verlauten lassen, sagte ein Marktteilnehmer am Morgen. Trump macht sich für eine protektionistische Wirtschaftspolitik stark, die insbesondere Chinas Exportindustrie empfindlich treffen könnte.

Im australischen Sydney schloss der Leitindex ASX 200 nur moderat im Minus mit 0,08 Prozent bei 5766,86 Punkten. Der Sensex-Index im indischen Mumbai, wo länger gehandelt wird, rückte zuletzt um 0,34 Prozent auf 27 232,67 Zähler vor.

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