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Brexit-Pläne vorgestellt  

Pfund legt nach May-Rede kräftig zu

17.01.2017, 13:58 Uhr | dpa, rtr

Pfund legt nach May-Rede kräftig zu. Das britische Pfund hat sich nach der Rede von Theresa May deutlich erholt. (Quelle: dpa)

Das britische Pfund hat sich nach der Rede von Theresa May deutlich erholt. (Quelle: dpa)

Schon während der Rede der britischen Premierministerin Theresa May zu ihren Brexit-Plänen legte das Pfund an der Börse kräftig zu. Anschließend konnte sich die britische Währung zum ersten Mal seit langem stabilisieren.

Nach der Rede notierte das Pfund um über ein Prozent verbessert auf 1,2347 US-Dollar. Damit sind Verluste im Vorfeld der Rede inzwischen mehr als wettgemacht. Es war zudem der größte Kursanstieg seit der Abstimmung über den EU-Austritt Großbritanniens im Juni. Auch zum Euro zog das Pfund an, so dass die Gemeinschaftswährung im Gegenzug um 1,1 Prozent auf 0,8710 Pfund fiel. 

Während das Pfund weiter anzog, gab die Aktien an der Londoner Börse nach. Der britische Leitindex weitete seine Verluste aus und verlor zeitweise 0,6 Prozent auf 7277 Punkte. Vor Beginn der Rede hatte er 0,4 Prozent niedriger gelegen.

Mit dem wieder steigenden Pfund verteuerten sich die britischen Aktien für ausländische Anleger. Vor allem der Verfall des Pfundes hatte seit dem Ja Großbritanniens zum EU-Austritt die Londoner Börse von Rekord zu Rekord eilen lassen.

Der Dax konnte während der Rede seine Verluste mehr als halbieren und erreichte später sogar die Gewinnzone. Der Euro behauptete sich zum Dollar mit Kursen um 1,07 Dollar.

Harter Brexit angekündigt

May kündigte eine klare Trennung Großbritanniens von der Europäischen Union an. Das Königreich wolle keine Teil-Mitgliedschaft oder assoziierte Mitgliedschaft in der EU "oder irgendetwas, das uns halb drin, halb draußen lässt", sagte die Regierungschefin in London. "Wir streben nicht danach, an Häppchen der Mitgliedschaft festzuhalten, wenn wir gehen."

Sie werde keinen Verbleib Großbritanniens im EU-Binnenmarkt vorschlagen, sagte May. Sie strebe aber ein Zollabkommen mit der EU an und werde an einem umfassenden Freihandelsabkommen arbeiten. Über den finalen Brexit-Deal werde das Parlament abstimmen.

Anleger an den Finanzmärkten hatten mit Spannung auf die Rede gewartet und sich mehr Klarheit über den Brexit-Kurs der Regierung erhofft. Zum Wochenbeginn hatte das Pfund deutlich an Wert verloren und war erstmals seit Oktober wieder unter die Marke von 1,20 Dollar abgesackt. Zuvor hatten Medien berichtet, die Regierung in London strebe beim Austritt aus der Europäischen Union einen "harten Brexit" an.

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