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Wirtschaft: Trumps 'phänomenale' Steuerankündigung schiebt Finanzmärkte an

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Wirtschaft  

Trumps 'phänomenale' Steuerankündigung schiebt Finanzmärkte an

10.02.2017, 11:16 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Finanzmärkte haben positiv auf Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump reagiert, bald ein umfassendes Steuerkonzept vorzulegen. Die gute Stimmung an den US-Börsen vom Vortag schlug am Freitag auch auf Asien und Deutschland über. "Wir werden in den nächsten zwei bis drei Wochen Phänomenales zum Thema Steuern ankündigen", sagte Trump am Donnerstag. Weitere Details nannte er nicht.

Sean Spicer, Sprecher des Weißen Hauses, sagte, es werde an der umfassendsten Umgestaltung der Steuern seit 1986 gearbeitet, also seit der Amtszeit Ronald Reagans. Die Ankündigungen schickten am Donnerstag die vier wichtigsten US-Aktienindizes auf Rekordhöhen. Der Dow Jones Industrial übersprang sogar erstmals die Marke von 20 200 Punkten.

An den Finanzmärkten habe es zuletzt die Sorge gegeben, dass von Trump schon im Wahlkampf angekündigte Steuerreformen politisch in den Hintergrund treten könnten, schreibt Ric Spooner, Experte beim Finanzdienstleister CMC Markets. Daher hätten die jüngsten Äußerungen für Optimismus gesorgt. Dennoch: "Es bleibt sehr unklar, wie die Steuerreform genau aussehen soll."

Die gute Stimmung schlug am Freitag auch auf den asiatischen Handel und das Frankfurt Börsenparkett über. Dabei spielten allerdings auch gute Zahlen zum chinesischen Außenhandel eine Rolle. Der deutsche Leitindex Dax eröffnete am Freitag gut ein halbes Prozent im Plus.

Am Devisenmarkt blieb der Dollar nach einem Anstieg vom Vortag weiter etwas im Aufwind. Unbeeindruckt zeigten sich dagegen die deutschen Staatsanleihen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future blieb nach Handelsstart unverändert.

Bereits im Wahlkampf hatte Trump weitreichende Steuersenkungen angekündigt. Derzeit ist ein Konzept des Republikaners Paul Ryan im Gespräch, das eine Senkung der Unternehmenssteuern um 20 Prozent vorsieht. Der Plan sieht nicht nur eine Absenkung der Steuerlast vor, sondern auch eine Verlagerung im Sinne eines sogenannten Grenzausgleichs ("border adjusted tax").

Demnach würden Importeure schlechter, Exporteure dagegen besser gestellt werden, schreibt Christiane Berg, Expertin bei der Bayerischen Landesbank. Das Konzept würde also die US-Exportwirtschaft stärken. Dies gilt in den USA als politisch leichter durchsetzbar als die Erhebung von Importzöllen.

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