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Deutsche meiden Aktien trotz niedriger Zinsen auf Sparbuch und Tagesgeld

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Zinsen immer noch zu hoch?  

Deutsche meiden Aktien (fast) wie die Pest

14.02.2017, 11:55 Uhr | , t-online.de, dpa

Deutsche meiden Aktien trotz niedriger Zinsen auf Sparbuch und Tagesgeld. Die Börse ist für die meisten Deutschen eine No-go-Area. (Quelle: dpa/tmn)

Die Börse ist für die meisten Deutschen eine No-go-Area. (Quelle: dpa/tmn)

Und sind die Zinsen noch so niedrig - keine zehn Pferde könnten die meisten Deutschen an die Börse ziehen. Obwohl Sparbuch und Tagesgeld kaum noch Rendite abwerfen, ist die Zahl der Aktionäre zuletzt wieder unter neun Millionen gesunken.

Knapp 8,98 Millionen Menschen besaßen im vergangenen Jahr Aktien und/oder Anteile an Aktienfonds, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) in Frankfurt mitteilte. Das waren 30.000 weniger als ein Jahr zuvor, als dank eines kräftigen Zuwachses mit fast 9,01 Millionen der höchste Stand seit 2012 erreicht worden war. Unter den Aktienbesitzern sind etwa 1,1 Millionen Belegschaftsaktionäre, und davon wiederum halten 828.000 ausschließlich die Belegeschaftsaktien "ihres" Unternehmens.

Die meisten Deutschen machen nach wie vor einen weiten Bogen um die Börse - obwohl beliebte Sparprodukte wie Sparbuch oder Tagesgeld nur noch selten (Real-)Zinsen abwerfen. Lediglich jeder siebte Bundesbürger steckt nach den aktuellen Zahlen des Aktieninstituts direkt oder indirekt Geld in Aktien. Der Anteil der Aktionäre an der Bevölkerung über 14 Jahre blieb mit 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Die meisten Aktionäre sind 60 Jahre und älter, doch ihre Gruppe schrumpft - ebenso wie die der 40- bis 49-Jährigen. Bei den 14- bis 39- und 50- bis 59-Jährigen gab es dagegen Zuwächse.

Aktieninstitut bleibt optimistisch

"Viel zu wenige Deutsche nutzen die Chancen der Aktienanlage für Vermögensaufbau und Altersvorsorge", konstatiert das DAI. Dennoch gebe es auch ermutigende Anzeichen: Nach Bundesbank-Zahlen kauften die privaten Haushalte in Deutschland bis zum Ende des dritten Quartals 2016 per Saldo börsennotierte Aktien im Wert von 14,5 Milliarden Euro.

Tendenziell hätten zwar vor allem diejenigen investiert, die bereits zuvor Aktien besaßen. "Dennoch ist die Entwicklung im Jahr 2016 ein gutes Zeichen für die Aktienkultur", schreibt das Aktieninstitut.

Immer noch Nachwirkungen der New-Economy-Blase?

Von deutlich zweistelligen Aktionärsquoten wie in anderen Industrienationen ist Deutschland allerdings nach wie vor weit entfernt. Auch der Höchststand aus Zeiten des Börsenbooms um die Jahrtausendwende ist kaum greifbar: Im Jahr 2001 war die Zahl der Aktienanleger in Deutschland auf fast 13 Millionen hoch geschnellt.

Die damalige Euphorie kippte jedoch bald: Der Absturz der "Volksaktie" Telekom und das Platzen der New-Economy-Blase am Neuen Markt um die Jahrtausendwende verschreckten viele Kleinanleger nachhaltig.

Geld ist da - und wird verschenkt

Geld zum Investieren in Aktien und Fonds wäre übrigens durchaus vorhanden: Auf deutschen Sparbüchern schlummerten 2016 fast 600 Milliarden Euro - durchschnittlich etwa 7500 Euro pro Kopf. Pro 100 Euro verfügbares Einkommen werden im Schnitt fast 10 Prozent gespart.

Die Allianz hat ausgerechnet, wie viel die Deutschen mit ihrer Geldanlage verdienen und wieviel es sein könnte. So liegt in Deutschland die Rendite nach Abzug der Inflation bei gerade einmal 2,3 Prozent. Nur die Österreicher schnitten im Vergleich von neun Euroländern mit 1,0 Prozent noch schlechter ab.

Die Finnen fuhren dagegen 6,9 Prozent ein. Sie halten rund ein Drittel ihrer Ersparnisse in Form von Aktien - gut vier Mal so viel wie der Durchschnitts-Deutsche. Den Wert des "verschenkten" Vermögens aufgrund der deutschen Aktienallergie bezifferte die Allianz auf rund 200 Milliarden Euro in den vergangenen vier Jahren.

Aktien über mehrere Jahre lohnend

Dabei zeigt sich eine gewisse Schizophrenie: Während in einer GfK-Umfrage nur zwölf Prozent der Deutschen das Sparbuch als attraktive Anlageform einstuften, besitzen 40 Prozent eines. Umgekehrt ist es mit Aktien: 20 Prozent der Befragten hielten sie für attraktiv, aber nur zwölf Prozent gaben an, welche zu besitzen.

Die Angst vor den unvermeidbaren, aber meist zeitlich begrenzten Rückschlägen an der Börse scheint in Deutschland etwas übertrieben zu sein. In den allermeisten Anlagezeiträumen ist die Entwicklung unter dem Strich positiv, wie sich aus dem sogenannten Dax-Rendite-Dreieck des DAI ergibt. Selbst wer im Vor-Finanzkrisenjahr 2007 Aktien kaufte, machte 2,9 Prozent Jahresrendite, wenn er die Papiere erst 2013 wieder verkaufte. Im Zeitraum 1995 bis 2016 betrug die jährliche Rendite 8,1 Prozent.

Negative Renditen zeigen sich vor allem bei kurzen Anlagezeiträumen, etwa von 2007 auf 2008 (minus 40,4 Prozent) oder von 2001 auf 2002 (minus 43,9 Prozent).

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