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Skandal in Südkorea: Samsung-Erbe wegen Korruption in Haft

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Skandal in Südkorea  

Samsung-Erbe wegen Korruption in Haft

17.02.2017, 08:53 Uhr | AFP

Skandal in Südkorea: Samsung-Erbe wegen Korruption in Haft . Samsung-Erbe Lee Jae Yong vor dem Gerichtsgebäude in Seoul. (Quelle: Reuters)

Samsung-Erbe Lee Jae Yong vor dem Gerichtsgebäude in Seoul. (Quelle: Reuters)

Der Erbe und inoffizielle Chef des Samsung-Konzerns, Lee Jae Yong, ist im Zuge neuer Vorwürfe im Korruptionsskandal um die entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye inhaftiert worden. Es sei geboten, Lee "im Lichte eines neu hinzugekommenen Vorwurfs und neuer Beweise" in Haft zu nehmen, sagte ein Justizsprecher in Seoul.

Der Samsung-Konzern erklärte nach der Inhaftierung, mit der Justiz zusammenarbeiten zu wollen. "Wir werden unser Bestes tun, zur Wahrheitsfindung in den kommenden Gerichtsverhandlungen beizutragen", hieß es in der Erklärung. Der Aktienkurs des größten Mischkonzerns in Südkorea gab am Morgen an den asiatischen Börsen um 1,5 Prozent nach.

Samsung ist in die Korruptionsaffäre verwickelt, wegen der Staatschefin Park im Dezember die Amtsvollmachten entzogen wurden. Der Großkonzern ist der größte einzelne Geldgeber der Stiftungen von Parks langjähriger Vertrauter Choi Soon Sil. Choi soll ihre Beziehungen zur Präsidentin genutzt haben, Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Zudem soll sie sich in Regierungsgeschäfte eingemischt haben.

Der 48-jährige Lee ist der einzige Sohn von Samsung-Chef Lee Kun Hee, seit einer Herzattacke seines Vaters im Jahr 2014 steht er de facto schon jetzt an der Spitze des Smartphone-Branchenriesen. Mit Genehmigung von Lee soll Samsung umgerechnet 34,5 Millionen Euro an Chois Stiftungen gezahlt haben.

Lee bestreitet Bestechung

Die Ermittler vermuten den Konzern auch hinter Millionengeldern, mit denen Choi die Reitausbildung ihrer Tochter in Deutschland finanziert haben soll. Lee und seine Anwälte dementieren die Zahlungen nicht. Sie argumentieren jedoch, der Konzern habe dafür keine Gegenleistungen erwartet oder erhalten. Deshalb würde es sich auch nicht um Bestechung handeln.

Bei ersten Anhörungen im Januar hatte das Gericht den Antrag der Staatsanwaltschaft auf einen Haftbefehl gegen Lee abgelehnt. Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft jedoch einen neuen Antrag gestellt. Einen Antrag auf einen weiteren Haftbefehl gegen einen zweiten ranghohen Samsung-Vertreter lehnte das Gericht mit dem Hinweis auf dessen untergeordnete Rolle in dem Skandal ab.

 

 

 

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