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Wirtschaft: Wachsender Güterverkehr drängt immer stärker auf die Straße

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Wirtschaft  

Wachsender Güterverkehr drängt immer stärker auf die Straße

17.02.2017, 15:08 Uhr | dpa-AFX

(Im 3. Absatz, 2. Satz wurde die Funktion von Dirk Flege, Geschäftsführer der

Allianz pro Schiene berichtigt.)

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Güterverkehr in Deutschland wird immer stärker auf der Straße abgewickelt. Im vergangenen Jahr wurde mit 4,6 Milliarden Tonnen ein Mengenrekord erzielt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Bei einem durchschnittlichen Zuwachs von 1,1 Prozent legten die ohnehin bereits dominierenden Transporte per Lastwagen um 1,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Tonnen zu.

Die Eisenbahnen schafften mit 361 Millionen Tonnen nur ein knappes Zehntel der Menge und schrumpften damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent. Auch die Binnenschiffe transportierten mit 220 Millionen Tonnen etwas weniger (-0,8 Prozent) Güter als im Jahr zuvor. Seeschiffe, Rohrleitungen und Luftfracht legten hingegen leicht zu.

Angesichts eines weiter gesunkenen Marktanteils von 17,6 Prozent für den Schienengüterverkehr verlangte der Verband "Allianz pro Schiene" eine veränderte Verkehrspolitik. "Sinkende Lkw-Maut, steigende Trassenpreise auf der Schiene, hohe Stromsteuern und eine steigende EEG-Umlage für die Güterbahnen haben das Preisgefüge im Güterverkehr zu Lasten der Schiene völlig verzerrt", sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. Der Schienenverkehr habe in Deutschland ein deutlich höheres Potenzial von bis zu 35 Prozent des Gütermarktes, wie sich dies in den Nachbarländern Schweiz und Österreich schon zeige.

Auch bei der in Tonnenkilometern gemessenen Transportleistung zeigt sich die immer noch wachsende Bedeutung des Transports über die Straße mit einem Plus von 2,8 Prozent. Die eigentlich auf lange Strecken und besonders große Lademengen spezialisierten Verkehrsträger Schiene (-0,5 Prozent) und Binnenschiff (-3,7 Prozent) verloren auch hier Marktanteile. Die Schifffahrt hatte allerdings gerade im Schlussquartal mit niedrigen Wasserständen in den Flüssen zu kämpfen und konnte nicht die volle Transportleistung anbieten.

## Berichtigung

- Im 3. Absatz, 2. Satz Funktion von Dirk Flege, Geschäftsführer der

Allianz pro Schiene (nicht: Fahrgastverbands Pro Bahn/ceb/DP/jha

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