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Wirtschaft: Grundsatzvereinbarung zur Übernahme von Opel steht bevor

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Peugeot will informieren  

Grundsatzvereinbarung zur Übernahme von Opel steht bevor

05.03.2017, 14:41 Uhr | dpa-AFX

Der französische Autokonzern PSA macht bei der geplanten Übernahme des traditionsreichen Herstellers Opel Tempo. Es wird erwartet, dass die Franzosen und der Opel-Mutterkonzern General Motors an diesem Montag eine Absichtserklärung mit Eckpunkten über den Opel-Verkauf verkünden.

Beide Seiten hatten am Wochenende eine Pressekonferenz für Montagvormittag in Paris angekündigt. PSA mit seinen bisherigen Marken Peugeot und Citroën will mit Opel zu einem "europäischen Auto-Champion" und damit zur Nummer Zwei hinter Volkswagen aufsteigen.

Nach einem Bericht der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos" soll der Kaufpreis für Opel zwischen 1,6 und 1,8 Milliarden Euro liegen. Ziel sei es, den Deal bis Ende des Jahres abzuschließen.

Zwei zentrale Fragen seien in den Verhandlungen bereits gelöst worden: Milliardenschwere Pensionsverpflichtungen verbleiben dem Bericht zufolge zu großen Teilen bei General Motors. Auch bei Modell-Lizenzen habe es eine Einigung gegeben. So dürfe PSA das Elektroauto Opel Ampera, das technologisch auf dem Chevrolet Bolt von GM basiert, weiterhin verkaufen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür bislang nicht.

Die Pressekonferenz ist für 9:15 Uhr in der Pariser PSA-Zentrale angesetzt. PSA und General Motors (GM) könnten ein sogenanntes Memorandum of Understanding unterzeichnen, eine Absichtserklärung über einen Verkauf von Opel an den französischen Konzern.

Mitte Februar hatten die Konzerne Gespräche über einen möglichen Verkauf des GM-Europageschäfts mit den Töchtern Opel und Vauxhall bestätigt. PSA-Chef Carlos Tavares hatte zugesagt, Opel als deutsches Unternehmen zu erhalten. Er hatte aber zugleich angekündigt, Opel müsse sich im Fall einer Übernahme durch PSA weitgehend aus eigener Kraft sanieren. Opel schreibt seit Jahren rote Zahlen.

Im Falle einer Opel-Übernahme durch PSA wird mittelfristig ein Jobabbau befürchtet. Die rund 19.000 deutschen Opel-Beschäftigten sind noch bis Ende 2018 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Zudem hat sich die Noch-Mutter General Motors bis ins Jahr 2020 tarifvertraglich zu Investitionen und Produktion in den drei deutschen Opel-Werken Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach verpflichtet.

Auch am Opel-Stammsitz Rüsselsheim erhoffen sich die Beschäftigten an diesem Montag Klarheit über den geplanten Verkauf. Weil es am Freitag zunächst keine Neuigkeiten zu den Verhandlungen gab, wurde eine Betriebsversammlung kurzfristig auf den Montag vertagt. Opel hat derzeit gut 38 000 Mitarbeiter in sieben europäischen Ländern.

Laut "Les Echos" hatte der Aufsichtsrat des PSA-Konzerns am Freitag grundsätzlich grünes Licht für das Geschäft gegeben. PSA äußerte sich dazu nicht. Der Konzern war in den vergangenen Jahren mit einem harten Sanierungskurs und Stellenabbau in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Die Opel-Beschäftigten sollten die mögliche Übernahme durch PSA trotz aller Unsicherheiten als große Chance begreifen, sagte der Branchenexperte Stefan Bratzel vom Auto-Forschungsinstitut CAM. Im Prinzip habe das Unternehmen auch keine andere Wahl. "Opel muss das als Chance sehen. Denn es ist klar, dass General Motors weg von Opel will", sagte Bratzel der Deutschen Presse-Agentur.

Opel ist bereits seit 1929 Bestandteil des US-Konzerns und bildet mit der britischen Schwestermarke Vauxhall dessen Europasparte, die im vergangenen Jahr 1,16 Millionen Autos verkauft hat. Zuletzt hatte es 2009 nach Scheidung ausgesehen, als GM in der Finanz- und Wirtschaftskrise selbst ins Schlingern geraten war und schließlich von der US-Regierung mit Milliarden-Spritzen gerettet werden musste. PSA und Opel arbeiten bei einigen Fahrzeugmodellen bereits zusammen.

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