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Abgas-Skandal: Razzia bei Audi-Chef Stadler & VW-Chef Müller

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Abgas-Affäre  

Bei Audi-Razzia auch Büro von VW-Chef Müller durchsucht

21.03.2017, 10:20 Uhr | dpa, rtr

Abgas-Skandal: Razzia bei Audi-Chef Stadler & VW-Chef Müller . Matthias Müller und Rupert Stadler (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)

Matthias Müller und Rupert Stadler (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

Bei Razzien gegen Audi AUDI AG O.N. Aktie im Zusammenhang mit der Diesel-Affäre haben auch VW-Konzernchef Matthias Müller und Audi-Chef Rupert Stadler Besuch von den Ermittlern bekommen. Das schreibt die "Bild am Sonntag".

Es habe am vergangenen Mittwoch Durchsuchungen bei Top-Managern gegeben - dem Blatt lag ein entsprechender Gerichtsbeschluss vor.

Vorstandsprotokolle und E-Mails

Die federführende Staatsanwaltschaft München II bestätigte am Sonntag jedoch nicht, dass Müller und Stadler persönlich im Visier sind. Schon zuvor hatte es geheißen, die Ermittlungen richteten sich aktuell gegen Unbekannt.

Nach Informationen der Zeitung suchten Beamte allerdings auch in Büros der Chefetage nach Hinweisen auf Material mit Bezug zum Abgas-Skandal - etwa in Vorstandsprotokollen oder E-Mails.

Auch Audi-Chef Rupert Stadler in Affäre verwickelt?

Die Ermittler hätten 47 Konzern-Mitarbeiter aufgelistet, die in die Affäre verwickelt sein könnten, so die Zeitung. Darunter befinde sich neben Müller auch Audi-Chef Rupert Stadler. Bei ihnen suchten sie gezielt nach Hinweisen zum Abgas-Skandal, etwa Terminkalender, persönliche Notizbücher und Speicherkarten von Smartphones.

Kein Kommentar von VW aus Wolfsburg

Bei der Konzernmutter VW VOLKSWAGEN AG ST O.N. Aktie in Wolfsburg hieß es: "Zu Details der laufenden Untersuchungen können wir uns nicht äußern. Wir kooperieren mit den Behörden in vollem Umfang." "Spiegel Online" meldete, die Ermittler seien auch auf Smartphones und Notizbücher Stadlers aus gewesen.

Mitte der Woche hatten Fahnder an verschiedenen Orten zugeschlagen, parallel zur Vorstellung der Audi-Jahreszahlen 2016 in Ingolstadt. Durchsucht wurden unter anderem die Zentrale der VW-Tochter, das Werk Neckarsulm und auch Büros am VW-Konzernsitz Wolfsburg. Zudem gab es Razzien in nicht näher bezeichneten Wohnungen von Mitarbeitern.

Keine konkreten Beschuldigten

Konkrete Beschuldigte in dem Verfahren wegen des Verdachts auf Betrug und strafbare Werbung gebe es bisher nicht, betonten die Staatsanwälte. Ziel sei es, erst zu klären, wer an der Verwendung manipulierter Abgas-Software und Falschangaben beteiligt war.

Am Donnerstag wurde bekannt, dass auch Räume der von VW mit internen Prüfungen beauftragten US-Kanzlei Jones Day durchsucht worden waren. Dies kritisierte der Konzern als "in jeder Hinsicht inakzeptabel".

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