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Netflix kratzt an 100-Millionen-Marke

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Später als erwartet  

Netflix kratzt an 100-Millionen-Marke

18.04.2017, 08:51 Uhr | dpa

Netflix kratzt an 100-Millionen-Marke. Netflix liefert sich einen harten Wettbewerb mit Services wie Amazon Prime oder Hulu.  (Quelle: Alexander Heinl)

Netflix liefert sich einen harten Wettbewerb mit Services wie Amazon Prime oder Hulu. (Quelle: Alexander Heinl)

Netflix Netflix, Inc. Aktie ist zum weltweit führenden Streamingdienst geworden. Das hat das Unternehmen auch erfolgreichen Serien wie "House of Cards" zu verdanken. Das erwartete Nutzerwachstum zu Jahresbeginn blieb jedoch aus. 

Das mag daran gelegen haben, dass zum Jahresauftakt die ganz großen Hits ausgeblieben sind. Die Enttäuschung der Anleger währte aber nur kurz, die Zuversicht bleibt groß.

Im ersten Quartal stieg die Kundenzahl um 4,95 Millionen, wie das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten sowohl in den USA, wo 1,42 Millionen Nutzer hinzukamen, als auch im Ausland mehr erwartet. Im Vorjahreszeitraum war das Wachstum noch deutlich stärker gewesen.

Netflix bietet gegen Gebühr Videoinhalte wie Shows und Filme im Internet an und hatte Ende März 98,75 Millionen Kunden - ein Jahr zuvor waren es noch 81,5 Millionen gewesen. Das Unternehmen, das sich einen harten Wettbewerb mit Services wie Amazon Prime oder Hulu liefert, verkündete, auf Kurs zu sein und diese Woche die Marke von 100 Millionen Abos zu knacken.

Netflix setzt auf Serienhits wie "House of Cards"

Bei Anlegern riefen die Zahlen ein Wechselbad der Gefühle hervor. Das unerwartet schwache Nutzerwachstum ließ die Aktie nachbörslich erst um rund drei Prozent fallen. Der Kurs, der seit Jahresbeginn bereits um 19 Prozent zugelegt hat, erholte sich jedoch rasch wieder und notierte zuletzt deutlich im Plus.

Die Hoffnungen auf das zweite Quartal sind groß, denn Netflix wartet mit neuen Staffeln von Serienhits wie "House of Cards" und "Orange Is the New Black" auf.

Beim Gewinn konnte die kalifornische Firma die Vorhersagen der Finanzprofis übertreffen. Der Überschuss stieg im Auftaktquartal verglichen mit dem Vorjahreswert von 28 auf 178 Millionen Dollar (167 Mio Euro). Die Erlöse wuchsen um 35 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar und bewegten sich damit im Rahmen der Markterwartungen.

Mehr Nutzer, aber auch höhere Kosten

Bei der Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Quartal blieb Netflix allerdings unter den früheren Vorhersagen. Hohe Ausgaben - nicht zuletzt für exklusive Streaming-Inhalte und aufwendiges Marketing - dürften das Ergebnis deutlich drücken, warnte das Unternehmen. Auch bei den Erlösen stellte Netflix mit 2,76 Milliarden Dollar ein bisschen weniger als von Analysten angenommen in Aussicht.

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