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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Kaum Bewegung nach weiteren Rekorden in Dax und MDax

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Kaum Bewegung nach weiteren Rekorden in Dax und MDax

25.04.2017, 14:56 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Dax und MDax haben nach einem fulminanten Wochenstart am Dienstag ihren Rekordlauf mit moderatem Tempo fortgesetzt. Der Dax, der sich am Montag mit einem Paukenschlag aus seiner Lethargie befreit hatte und in neue Höhen vorgestoßen war, stieg bis auf 12 481 Punkte. Bis zum Nachmittag blieb ein kleines Plus von 0,11 Prozent auf 12 468,22 Punkten. Tags zuvor war der Leitindex um 3,4 Prozent angesprungen.

Der MDax lag zuletzt noch mit 0,06 Prozent im Plus bei 24 608,03 Punkten. Seine Bestmarke hatte der Index der mittelgroßen Werte im frühen Handel bei 24 634 Punkten erreicht. Der Technologie-Index TecDax gewann 0,43 Prozent auf 2072,66 Punkte. Er bewegt sich damit weiter auf dem höchsten Niveau seit 2001. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schritt auf dem Niveau von 2015 etwas weiter voran.

Nach dem Etappensieg von Emmanuel Macron bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich rechnen die Anleger nun mit einem auch künftig europa- und wirtschaftsfreundlichen Kurs im zweitwichtigsten Industrieland Europas. Das sorgt für Entspannung und Risikobereitschaft und damit für Aktienkäufe. Noch könne in der Politik viel schief gehen, sagte Volkswirt Holger Schmieding von der Berenberg Bank. Doch mit Macron in der Pole Position im Rennen um das französische Präsidentenamt seien die Risiken für die Eurozone geringer geworden.

WEITERER REKORD FÜR SAP NACH ZAHLEN

Die Blicke richten sich zudem nun wieder auf die Berichtssaison, die zunehmend an Fahrt gewinnt. Die Aktien von SAP kletterten nach durchwachsenen Quartalszahlen auf ein neues Rekordhoch bei 94,22 Euro. Zuletzt legten sie noch um 0,74 Prozent auf 93,68 Euro zu. Das operative Ergebnis sei zwar etwas hinter seiner und der Markterwartung zurückgeblieben, die Zahlen unterm Strich aber positiv, kommentierte Commerzbank-Analyst Thomas Becker. Die Wachstumsdynamik im Kerngeschäft und mit Blick auf Mietsoftware über das Internet (Cloud) sei intakt.

Favorit im Dax waren hingegen die Anteilsscheine der Merck KGaA mit plus 3,11 Prozent. Sie profitierten vom geplanten Verkauf der Sparte Biosimilars an den Medizinkonzern Fresenius. Dieser will in das Geschäft mit Nachahmermitteln von biopharmazeutisch hergestellten Arzneien (Biosimilars) einsteigen. Zudem übernimmt Fresenius durch seine Flüssigmedizin-Tochter Kabi den US-Generikahersteller Akorn. Die Fresenius-Aktien legten um 0,55 Prozent zu.

CONTINENTAL INVESTIERT STÄRKER IN E-ANTRIEBSENTWICKLUNG

Verluste von 1,85 Prozent mussten Continental-Anleger hinnehmen, denn der Autozulieferer will in den kommenden Jahren mehr Geld in die Entwicklung seiner Elektroantriebe stecken. Bis 2021 wird das wohl rund 300 Millionen Euro mehr an Aufwendungen erfordern, weshalb die Ziele für die Antriebssparte bis 2019 leicht gesenkt wurden.

Mit Geschäftszahlen wartete im MDax zudem die Bayer-Tochter Covestro auf. Nach einem Gewinnsprung sieht der Kunststoffhersteller das Gesamtjahr mit mehr Zuversicht. Die Papiere hingegen litten nach ihrem starken Lauf seit Mitte Februar vergangenen Jahres unter Gewinnmitnahmen und gaben 1,27 Prozent ab. Seither hatten sie um rund 200 Prozent zugelegt.

AIXTRON KANN ANLEGER ENDLICH WIEDER ÜBERZEUGEN

Der angeschlagene Spezialmaschinenbauer Aixtron meldete dank einer guten Nachfrage seiner Kunden aus der Halbleiterbranche starke Zahlen, was den im März in den TecDax zurückgekehrten Papieren ein sattes Plus von über 8 Prozent bescherte.

Die als künftiges MDax-Mitglied gehandelte Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet konnte ebenfalls mit ihrer Quartalsbilanz überzeugen und gewann im SDax 1,59 Prozent. Außerhalb der Dax-Familie sprangen zudem die Anteilsscheine von Aurelius um rund 12 Prozent hoch. Die von einem Finanzspekulanten jüngst attackierte Beteiligungsgesellschaft kontert den Angriff mit dem Verkauf des Kompressorherstellers Secop. Zudem soll für das Geschäftsjahr 2016 jetzt eine Dividende von insgesamt 4 Euro gezahlt werden und damit doppelt so viel wie bisher geplant.

EURO STEIGT

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,14 Prozent am Vortag auf 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,05 Prozent auf 141,57 Punkte. Der Bund Future stand weiter unter Druck und sank um 0,40 Prozent auf 160,91 Punkte. Der Kurs des Euro legte indes auf 1,0896 US-Dollar zu. Tags zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,0848 (Freitag: 1,0698) US-Dollar festgesetzt./ck/ag

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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