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Fraport: Rabatt für Eurowings nur bei Passagierwachstum

03.05.2017, 17:30 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Lufthansa und der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport haben sich im Gebührenstreit nach eigenen Angaben angenähert. In einem Interview kündigte Fraport-Finanzvorstand Matthias Zieschang allerdings an, strenge Maßstäbe für die Lufthansa-Tochter Eurowings anzulegen. Finanzielle Anreize könne es bei Europaflügen nur geben, wenn damit zusätzliches Passagierwachstum verbunden sei, sagte Zieschang der "Börsen-Zeitung" (Mittwoch).

Lufthansa will ihre Billigtochter im kommenden Jahr in Frankfurt an den Start bringen, um auch an ihrem Hauptdrehkreuz günstigere Direktflüge anbieten zu können. Sie verlangt von Fraport Preisnachlässe bei den Start- und Landegebühren in gleicher Höhe, wie sie seit März dem irischen Billigflieger Ryanair eingeräumt werden. Dazu hatte es nach offenem Streit in den vergangenen Wochen interne Verhandlungen gegeben, in die sich auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) eingeschaltet hat.

SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel warf der schwarz-grünen Landesregierung vor, sie gefährde Arbeitsplätze am Flughafen. Durch die Genehmigung der Gebühren-Rabatte für die Ryanair könne zudem die Entwicklung des Airports beeinträchtigt werden.

Lufthansa und Fraport teilten am Mittwoch mit, die Unternehmen hätten sich in den Gesprächen über kurzfristige Kostenentlastungen am Frankfurter Flughafen sowie über Wachstum und die weitere Intensivierung der mittel- und langfristigen Partnerschaft angenähert. Details wurden auf Nachfrage nicht genannt.

Fraport-Finanzvorstand Zieschang betonte: "Eine reine "Umlackierung", also beispielsweise das Ersetzen von Lufthansa-Flügen durch Eurowings-Flüge, würde gemäß der Incentive-Regelung nicht gefördert, da hieraus unter dem Strich keine neuen Verbindungen und kein Wachstum entstehen." Konzerninterne Verschiebungen wären so für die Lufthansa nicht möglich. Ryanair erhält aber auch Rabatte für Verbindungen, die bereits von anderen Fluggesellschaften ab Frankfurt angeboten werden.

Zieschang konkretisierte ferner die Pläne für ein zusätzliches Billigflieger-Abfertigungsgebäude. So könne der dritte Flugsteig des geplanten Terminals 3 umgeplant und schnell realisiert werden. Die Planungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Der rund drei Milliarden Euro teure Terminal-Neubau soll unverändert mit den bislang geplanten zwei Flugsteigen bis 2023 stehen.

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