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Wirtschaft: Angespannte Sicherheitslage beschert Rheinmetall gute Geschäfte

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Angespannte Sicherheitslage beschert Rheinmetall gute Geschäfte

04.05.2017, 14:36 Uhr | dpa-AFX

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Rheinmetall hat zu Jahresbeginn kräftig von der weltweiten Tendenz zur Aufrüstung profitiert. Auch das zweite Standbein mit Teilen für die Autoindustrie lief rund. Dank gestiegener Umsätze im ersten Quartal und vielversprechender Wachstumsaussichten legte das Papier des Düsseldorfer Technologiekonzerns am Donnerstag um rund 3 Prozent zu und erreichte somit ein Rekordhoch von 85,84 Euro.

Insgesamt verbesserte sich das operative Ergebnis (Ebit) im ersten Quartal um 61 Prozent auf 50 Millionen Euro, wie der Konzern am Sitz in Düsseldorf mitteilte. Beim Umsatz erzielte Rheinmetall im Vorjahresvergleich ein Plus von 14 Prozent auf 1,349 Milliarden Euro. Die Analystenerwartungen konnte der Konzern damit übertreffen. "Wir sind mit einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung auf gutem Wege, unsere Ziele für 2017 zu erreichen", erklärte Konzernchef Armin Papperger.

Angepeilt ist ein Umsatzplus von 4 bis 5 Prozent bei gleichbleibender Profitabilität. Das Wachstum will das Unternehmen dabei vor allem über seine Rüstungssparte generieren. Schon jetzt reiche der Auftragsbestand aller Wahrscheinlichkeit nach aus, um Zuwächse in dieser Höhe sicherzustellen, hieß es. Noch immer zehrt Rheinmetall beispielsweise von dem Milliardenauftrag über 2536 Lkw, den Australien im Jahr 2013 erteilt hatte.

Neben den militärischen Nutzfahrzeugen, welche nach Unternehmensangaben der "Haupttreiber für die positive Entwicklung" im Verteidigungsbereich waren, trug auch der Bereich Waffen und Munition zum Umsatzplus bei. Der Bereich elektronische Abwehrmaßnahmen schwächelte indes etwas.

Rheinmetall erklärte, "vom Trend zu steigenden Verteidigungsanstrengungen zu profitieren, zu denen sich weltweit viele Länder durch die globale Sicherheitslage veranlasst sehen". So hatte US-Präsident Donald Trump die Nato-Partner nachdrücklich aufgefordert, mehr Geld fürs Militär auszugeben.

Rheinmetall ist unter anderem für die Mitarbeit am deutschen Kampfpanzer Leopard II bekannt. Zusammen mit dem österreichischen Waffenhersteller Steyr Mannlicher will sich der Konzern aber auch an der Ausschreibung für das neue Sturmgewehr der Bundeswehr beteiligen, dass das G36 ablösen soll.

Trotz des Rüstungsbooms schrieb Rheinmetall in diesem Bereich aber weiterhin rote Zahlen, wenngleich weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Geld verdient der Konzern im Autozuliefer-Geschäft unter anderem mit Motorteilen, Pumpen und Lösungen für die Schadstoffreduzierung. Zu Rheinmetall gehören bekannte Namen wie Kolbenschmidt und Pierburg. Es habe auch erste Aufträge für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge gegeben, erklärte der Konzern.

Konzernchef Papperger stellte sich hinter die zwei Säulen des Geschäfts: "Rheinmetall ist gut aufgestellt, um mit seinen beiden Sparten von den aktuellen und künftigen Trends zu profitieren: Einerseits der verstärkten Sicherheitsvorsorge und andererseits der Notwendigkeit zur Schadstoff- und Verbrauchsreduzierung bei Automobilen."

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