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IW-Chef: Möglicher Präsident Macron würde auch Deutschland fordern

05.05.2017, 06:08 Uhr | dpa-AFX

BERLIN/PARIS (dpa-AFX) - Emmanuel Macrons Sieg in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl hat die Börsen entzückt - im Fall eines endgültigen Erfolgs am Sonntag müssten sich Partner wie Deutschland aber nach Einschätzung eines Ökonomen auch auf forsche Töne aus Paris gefasst machen. Das erwartet der Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther. Ein möglicher Präsident Macron hätte, obgleich überzeugter Europäer, auch nationale Interessen im Blick und würde die Kooperation anderer Staaten einfordern. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir wirtschaftspolitisch mehr Verantwortung in Europa übernehmen müssen", sagte Hüther der Deutschen Presse-Agentur.

Der Ökonom - als "Wirtschaftsweiser" wichtiger Berater der Berliner Regierung - rechnet damit, dass Deutschland gegenüber Frankreich unter einem Staatschef Macron trotz aller Verbundenheit offensiver sein wirtschaftspolitisches Handeln erklären soll. "Nicht in dem Sinne, dass wir große europäische Budgets einfach gegenzeichnen", meinte der IW-Chef. Sondern eher bezogen auf für die Bundesrepublik positive Effekte, die für Nachbarn negative Effekte haben können.

"Wir machen Politik mit Folgen für andere - Energiewende, Flüchtlingsfrage -, die auch für Europa eine hohe Bewandtnis hat. Aber ansonsten machen wir es so, wie es uns passt - auf eigene Rechnung", sagte Hüther. Macron hatte im Wahlkampf das hohe Plus in der deutschen Handelsbilanz gegenüber anderen Eurostaaten kritisiert. Wenn ein Land auf Dauer mehr exportiert als importiert, kann zum Beispiel die inländische Nachfrage in den Zielländern darunter leiden

- die Vorteile des einen sind dann die Nachteile des anderen.

In der Arbeitsmarktpolitik sei Frankreich ebenfalls auf Hilfe Deutschlands angewiesen - nicht zuletzt, um weiteren Tendenzen eines Auseinanderdriftens der EU Einhalt zu gebieten. "Macron hat gesagt, er wird die ersten neun Monate nutzen für ein wirtschaftspolitisches Reformprogramm, was vom Arbeitsmarkt her geboten ist", sagte Hüther. "Wenn er das gemacht hat, dann brauche ich auch an der Stelle die Unterstützung der Deutschen, um über eine etwas andere Finanzpolitik auch diesen Kernbereich Europas weiter zu stabilisieren."

An diesem Sonntag tritt Macron in einer Stichwahl um das französische Präsidentenamt gegen die Rechtspopulistin Marine Le Pen an. Insgesamt sei das Auftreten des 39-jährigen Ex-Wirtschaftsministers und

-Investmentbankers authentisch, meinte der IW-Chef. Dass seine

Bewegung "En Marche!" das klassische Parteispektrum sprenge, müsse kein Problem sein: "Macron bedient gerade diesen Aufbruch, ohne das programmatisch unterlegen zu müssen." Vielleicht gehe es darum, dass "glaubwürdige Personen bestimmte Dinge drehen können". Seine Rivalin Le Pen müsse man ernst nehmen. Hüther schränkte aber ein: "Ich will mir nicht vorstellen, dass sie groß über 30 Prozent hinauskommt."

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