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Wirtschaft - Aktien Europa: Anleger halten sich vor US-Arbeitsmarktbericht zurück

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Aktien Europa: Anleger halten sich vor US-Arbeitsmarktbericht zurück

05.05.2017, 11:21 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Freitag zunächst nicht an ihren starken Lauf am Vortag anknüpfen können. Vor der Veröffentlichung des wichtigen US-Arbeitsmarktberichts hielten sich die Anleger in Deckung. Zeitweise moderater Druck kam durch die schwankenden Rohstoff- und Ölpreise. Der EuroStoxx 50 gab bis zum späten Vormittag um 0,28 Prozent auf 3617,74 Punkte nach.

Beflügelt von robusten Unternehmensbilanzen und der Hoffnung auf einen Wahlsieg des als europafreundlich geltenden französischen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron war der europäische Leitindex erst am Vortag erstmals seit August 2015 wieder über die Marke von 3600 Zählern geklettert.

Auch an der Regionalbörse in Frankreich herrschte Vorsicht: In Paris gab der CAC 40 um 0,14 Prozent auf 5364,95f Punkte nach. Der Londoner FTSE 100 konnte sich mit einem leichten Zuwachs von 0,16 Prozent auf 7260,32 Punkte behaupten.

Am früheren Nachmittag steht der US-Arbeitsmarktbericht im Blickpunkt. Außerdem äußern sich an diesem Tag noch zahlreiche US-Notenbanker sowie Fed-Chefin Janet Yellen.

Im Branchenvergleich schnitten im Vormittagshandel die Finanzdienstleister mit einem Minus von im Schnitt 0,57 Prozent am schlechtesten ab. Der Umschwung bei den Ölpreisen und zahlreichen Rohstoffnotierungen, die am späten Vormittag nach ihrer jüngsten Talfahrt wieder etwas anzogen, beflügelte den Rohstoffsektor - er legte um mehr als eineinhalb Prozent zu. Ölwerte zogen im Schnitt um 0,37 Prozent an.

Im EuroStoxx 50 verteuerten sich Branchenvertreter wie Eni und Total jeweils um knapp ein halbes Prozent. An der Londoner Börse zogen Shell -Papiere um knapp 1 Prozent an. BP, die zuvor am deutlichsten in den Sog des Ölpreisverfalls geraten waren, traten zuletzt nahezu auf der Stelle.

Hocherfreut reagierten die Anleger auf den verschärften Sparkurs des Bildungsverlags Pearson. Das Unternehmen will seine jährlichen Kosten bis zum Jahr 2019 um 300 Millionen britische Pfund (354 Mio Euro) senken und stellt zudem die gebeutelte US-Sparte auf den Prüfstand. Die Pearson-Aktie hob auf diese Nachricht hin zeitweise um mehr als 17 Prozent ab, zuletzt betrug der Zuwachs noch rund 11 Prozent.

Ebenfalls im EuroStoxx 50 wurden Papiere von Axa und Danone ex-Dividende gehandelt.

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