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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Anleger atmen durch - Berichtssaison prägt das Geschehen

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Aktien Frankfurt: Anleger atmen durch - Berichtssaison prägt das Geschehen

10.05.2017, 14:43 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Rekorden am deutschen Aktienmarkt haben es die Anleger am Mittwoch etwas langsamer angehen lassen. Der Dax stand am Nachmittag 0,05 Prozent höher bei 12 756,13 Punkten. Tags zuvor hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer bis auf 12 783 Punkte zugelegt und damit seine gut zweiwöchige Rally auf 6 Prozent ausgebaut. Börsianer halten den Markt inzwischen aber für überhitzt und neigen zu Gewinnmitnahmen.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,29 Prozent auf 25 114,76 Zähler nach. Der TecDax hielt sich mit plus 0,06 Prozent auf 2149,52 Punkten wacker. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es am Mittwoch zuletzt um 0,15 Prozent nach unten.

Angesichts der jüngsten Rally stelle sich verstärkt die Frage, wann dem deutschen Aktienmarkt die nächste Korrekturbewegung bevorstehe, hieß es von den Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar. Hinzu kämen Sorgen vor einem Abschwung in den USA, wie Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets ausführte. Er wies darauf hin, dass zuletzt gleich zwei regionale US-Zentralbanken ihre Wachstumsschätzungen für die US-Wirtschaft im zweiten Quartal herabgesetzt hätten.

QUARTALSZAHLEN, QUARTALSZAHLEN, QUARTALSZAHLEN

Nachrichtlich zieht auch zur Wochenmitte die weiter auf Hochtouren laufende Berichtssaison die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Aus dem Dax steht dabei der Baustoffhersteller HeidelbergCement im Fokus, dessen Aktien als schwächster Index-Wert um rund eineinhalb Prozent absackten. Höhere Energiekosten und schlechtes Wetter hatten den Konzern im ersten Quartal gebremst. Bernstein-Analyst Phil Roseberg machte als Belastung die Ergebnisse in den Schwellenländern aus.

Im MDax mussten die Anteile von Brenntag als Index-Schlusslicht Kurseinbußen von mehr als 4 Prozent verkraften. Eine starke Nachfrage in Europa und eine Erholung in den USA hatten dem Chemikalienhändler zwar im ersten Quartal zu einem überraschend hohen Überschuss verholfen, doch operativ hatten Experten mehr erwartet.

Die Papiere des Anlagenbauers Gea Group weiteten ihre Verluste bis zum frühen Nachmittag schrittweise aus. Zuletzt kosteten sie mit minus 4,68 Prozent 37,655 Euro. Händlern zufolge belasteten Aussagen des Managements während einer Telefonkonferenz. Die Stimmung sei gedämpft gewesen, das Umfeld für Gea gestalte sich wohl schwierig, kommentierte Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank.

LEONI UND EVOTEC WEITER IM RALLY-MODUS

An der MDax-Spitze schnellten die Titel von Leoni nach Quartalszahlen um gut siebeneinhalb Prozent hoch. Der Autozulieferer hatte zum Jahresauftakt von Zukäufen und einer starken Nachfrage der Autoindustrie profitiert. Mit einem Plus von knapp 62 Prozent sind die Leoni-Anteile der in diesem Jahr bisher beste MDax-Wert.

Anhaltend stark präsentierten sich an der TecDax-Spitze auch die Anteile von Evotec mit einem Aufschlag von fast 4 Prozent. Das Biotechnologie-Unternehmen war mit einem kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung ins neue Jahr gestartet. An der Börse zählen die Evotec-Anteile schon seit geraumer Zeit zu den Lieblingen der Anleger. Seit Jahresanfang beläuft sich der Kursgewinn auf annähernd 59 Prozent. Noch besser sieht es auf Zwölfmonatssicht aus mit einem Zuwachs von fast 216 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Vortag auf 0,21 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 141,18 Punkte. Der Bund Future gewann 0,14 Prozent auf 160,61 Punkte. Der Euro wurde zuletzt mit 1,0877 US-Dollar gehandelt. Am Dienstag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0888 (Montag: 1,0938) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9184 (0,9142) Euro./ajx/das

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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