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Wirtschaft: Wettlauf von Glencor und Airbus um Syngentas Platz im Stoxx 50

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Wirtschaft  

Wettlauf von Glencor und Airbus um Syngentas Platz im Stoxx 50

10.05.2017, 15:25 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Flugzeugbauer Airbus und der Rohstoffhändler Glencore könnten sich in den kommenden Tagen und Wochen ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, um in den Europa-Index Stoxx Europe 50 zu kommen. Grund ist die Syngenta -Übernahme durch ChemChina.

Nachdem den Chinesen inzwischen knapp 81 Prozent aller Aktie des schweizerischen Agarchemieunternehmens angedient wurden, werden die Syngenta-Papiere zunächst an diesem Freitag, 12. Mai, nach Börsenschluss im schweizerischen Leitindex SMI durch die des Spezialchemie-Unternehmens Sika ersetzt.

Für den Stoxx 50 landeten die Syngenta-Aktien in der Mai-Rangliste der Deutsche-Börse-Indextochter Stoxx Ltd. zudem auf einem Fast-Exit-Platz. Da es zu einem beschleunigten Rauswurf aus den Stoxx-Indizes aber erst dann kommt, wenn eine Aktie an zwei aufeinanderfolgenden Monaten die Verbleibe-Kriterien nicht mehr erfüllt, muss noch die Juni-Rangliste abgewartet werden. Spätestens dann fällt Syngenta aus dem Index.

Sollten aber die restlichen Syngenta-Aktionäre die bis 24. Mai laufende Nachfrist für das ChemChina-Angebot nutzen, könnte es schon vorher zum Austausch kommen. Falls die Chinesen die Aktie von der Börse nehmen wollten, erfolgt seitens des Unternehmens eine Mitteilung an die Deutsche Börse. Zwei volle Handelstagen nach der öffentlichen Bekanntgabe durch die Deutsche Börse würde das Papier dann den Stoxx verlassen.

Laut dem Index-Experten Uwe Streich von der LBBW hat aktuell der Bergbaukonzern Glencore noch die Nase vorn und ist der aussichtsreichste Kandidat für eine Nachfolge. Sollten also ChemChina in den nächsten zwei Wochen ausreichend Aktien angedient werden, um die übrigen Syngenta-Aktionäre per Barabfindung herauszudrängen und Syngenta zu 100 Prozent zu übernehmen, wäre mit Glencore wieder ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen im Stoxx 50 vertreten.

Sollte es zu einem Fast-Exit kommen, habe aber auch Airbus eine respektable Aufstiegschance, um dann wohl am 10. Juli in den Stoxx aufzusteigen. Im EuroStoxx 50 ist der der deutsch-französische Flugzeugbauer bereits vertreten.

Wichtig sind solche Änderungen vor allem für Fonds, die den Index exakt nachbilden (ETF), da sie diese dann entsprechend umschichten und umgewichten müssen, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat.

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