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Wirtschaft: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 11.05.2017

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Wirtschaft  

KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 11.05.2017

11.05.2017, 17:06 Uhr | dpa-AFX

ROUNDUP 2: Bank of England bleibt auf Kurs - Carney: Erwarten geordneten Brexit

LONDON - Knapp einen Monat vor den Parlamentswahlen in Großbritannien hält die britische Notenbank unverändert an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Der Leitzins bleibe weiterhin auf dem historischen Tief von 0,25 Prozent, teilte die Bank of England (BoE) am Donnerstag in London mit. Die Entscheidung fiel mit einer Gegenstimme. Die Währungshüter stellten unterdessen eine mögliche künftige Straffung in Aussicht. Zum Brexit-Verfahren äußerte sich Notenbankchef Mark Carney zuversichtlich.

USA: Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die Erzeugerpreise sind in den USA im April stärker als erwartet gestiegen. Sie seien zum Vormonat um 0,5 Prozent geklettert, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Erzeugerpreise noch um 0,1 Prozent gefallen.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fallen überraschend

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gefallen. Sie sei um 2000 auf 236 000 Anträge gesunken, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 245 000 Anträge gerechnet.

Britische Industrieproduktion fällt zum dritten Mal in Folge

LONDON - Das erste Quartal war für die britische Industrie kein gutes. Nach Zahlen des nationalen Statistikamts ONS vom Donnerstag, fiel die breit gefasste Industrieproduktion im März den dritten Monat in Folge. Der Rückgang betrug 0,5 Prozent. Analysten hatten ein Minus von 0,4 Prozent erwartet. Schon im Januar und Februar war die Gesamtherstellung gefallen. Im Jahresvergleich stieg die Industrieproduktion im März um 1,4 Prozent, schwächer als erwartet.

Neuseelands Notenbank überrascht Finanzmärkte

WELLINGTON - Die Notenbank Neuseelands hat die Finanzmärkte am Donnerstag auf dem falschen Fuß erwischt und dadurch ihre Landeswährung erheblich unter Druck gesetzt. Entgegen einer verbreiteten Erwartung signalisierte die Zentralbank keine Zinsanhebung für die nähere Zukunft. "Die Geldpolitik bleibt für eine beträchtliche Zeit unterstützend", heißt es in einer Erklärung vom Donnerstag. Der neuseeländische Dollar verlor zum US-Dollar 1,4 Prozent an Wert.

EU-Kommission traut Deutschland mehr Wachstum zu

BRÜSSEL - Die EU-Kommission erwartet für Deutschland dieses Jahr 1,6 Prozent und nächstes Jahr 1,9 Prozent Wirtschaftswachstum und sieht die Lage damit rosiger als die Bundesregierung. Die Zahlen legte die Kommission am Donnerstag in Brüssel vor. Die Bundesregierung geht von 1,5 Prozent für 2017 und 1,6 Prozent für 2018 aus.

Bundesbank: Risiken von EZB-Anleihenkäufen nicht unterschätzen

FRANKFURT - Die Bundesbank warnt angesichts der gewaltigen Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) vor einer Überforderung der Geldpolitik. "Die Notenbanken sind mittlerweile die größten Gläubiger der Eurostaaten", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele laut Redetext am Donnerstag in Frankfurt. "Das birgt die Gefahr, dass die Geldpolitik möglicherweise ins Schlepptau der Fiskalpolitik und unter Druck gerät, hohe Schulden durch niedrige Zinsen tragfähig zu machen - und zwar auch dann noch, wenn die Preisentwicklung eigentlich höhere Zinsen verlangen würde."

ROUNDUP 2/Steuerschätzer: 54,1 Milliarden Mehreinnahmen für Staatskassen

BERLIN - Der Staat kassiert in den kommenden Jahren weit mehr Steuern als bisher erwartet und hat damit einen größeren Spielraum für Ausgaben oder Entlastungen der Bürger. Bund, Länder und Kommunen können bis zum Jahr 2021 mit 54,1 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen rechnen als noch im November vorhergesagt. Das gaben die Steuerschätzer mit ihrer Mai-Prognose am Donnerstag bekannt. Von dem Zusatzplus in Folge der guten Konjunktur, Rekordbeschäftigung sowie höheren Löhne und Firmengewinne profitieren vor allem die Länder und Kommunen.

EU-Staaten wollen sich weiter gegen Billigimporte aus China schützen

BRÜSSEL - Die EU-Staaten treiben nach dem Auslaufen einer Schutzklausel gegen Billigimporte aus China die Einführung neuer Abwehrinstrumente voran. Bei einem Handelsministertreffen in Brüssel wurde am Donnerstag eine Verhandlungsposition für Gespräche mit Vertretern des EU-Parlaments gebilligt. Sie werden voraussichtlich in einigen Wochen beginnen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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