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Wirtschaft - Aktien Europa Schluss: Fester ins Wochenende dank starkem Telekomsektor

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Wirtschaft  

Aktien Europa Schluss: Fester ins Wochenende dank starkem Telekomsektor

12.05.2017, 18:35 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben eine durchwachsene Woche mit versöhnlichen Gewinnen beendet. Dabei stützte ein sehr starker Telekomsektor, der von einem Milliardendeal beflügelt wurde. Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,39 Prozent bei 3637,52 Punkten und damit auf seinem Tageshoch. Auf Wochensicht ergab sich jedoch ein Verlust von rund 0,6 Prozent.

Der CAC-40-Index in Paris stieg am Freitag um 0,41 Prozent auf 5405,42 Punkte. Für den FTSE 100 in London ging es um 0,66 Prozent auf 7435,39 Punkte nach oben.

Im europäischen Branchentableau lag der Telekom-Index mit einem Plus von 2,4 Prozent an der Spitze, gefolgt vom Gesundheitssektor mit plus 1,8 Prozent. Ganz unten waren wieder einmal die schwachen Bergbauwerte mit einem Verlust von 1,4 Prozent zu finden. Auslöser für die Telco-Stärke war die Nachricht, dass der Internet- und Telekomkonzern United Internet das Mobilfunkunternehmen Drillisch übernehmen will.

Entsprechend stiegen die größten europäischen Branchenwerte steil nach oben: Vodafone gewannen mehr als 2 Prozent, Orange stiegen um 3,3 Prozent und BT Group legten um mehr als zweieinhalb Prozent zu.

Derweil sorgte die Berichtssaison auch bei anderen Titeln für teils deutliche Kursausschläge. So zogen die Aktien von Vivendi um fast 5 Prozent an. Ein gut laufendes Musikgeschäft hatte dem französischen Medienkonzern zu einem überraschend guten Jahresauftakt verholfen. Aus Branchensicht hatten denn auch Medienwerte europaweit mit einem Plus von rund 1 Prozent mit die Nase vorn.

Die Anteilsscheine von Astrazeneca schnellten an der Spitze des Stoxx-50-Index um 9 Prozent nach oben. Ermutigende Testresultate für einen Lungenkrebs-Wirkstoff ließen die Anleger jubeln.

Die Papiere von ArcelorMittal aber sackten um 8 Prozent ab und waren damit klares Schlusslicht im CAC-40-Index. Der weltgrößte Stahlhersteller war zwar dank der Erholung der Stahlpreise im ersten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Beim Umsatz aber hatten sich die Anleger mehr erhofft.

In Zürich gerieten die Anteilsscheine von Richemont unter Druck und brachen um rund 5 Prozent ein. Der Schweizer Uhren- und Schmuckkonzern litt im vergangenen Geschäftsjahr unter einer rückläufigen Uhren-Nachfrage. Umsatz und Reingewinn gingen unerwartet deutlich kräftig zurück.

Syngenta endeten mit einem Minus von nominell 1,4 Prozent. Für die Papiere des Schweizer Agrochemiekonzerns war es der letzte Handelstag im Schweizer Leitindex SMI. Grund dafür ist die Übernahme von Syngenta durch ChemChina. Ersetzt werden die Aktien im SMI durch jene des Spezialchemie-Unternehmens Sika.

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