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Wirtschaft: Cyber-Attacke trifft Service- und Überwachungstechnik der Bahn

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Wirtschaft  

Cyber-Attacke trifft Service- und Überwachungstechnik der Bahn

13.05.2017, 12:15 Uhr | dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die weltweite Cyber-Attacke hat auch Service- und Überwachungstechnik der Deutschen Bahn getroffen. Teilweise seien digitale Anzeigetafeln sowie Ticketautomaten an Bahnhöfen in Deutschland ausgefallen, teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstag in Berlin mit. Auch die Technik zur Videoüberwachung ist einem Sprecher des Bundesinnenministeriums zufolge betroffen. Die Bahn ist damit das einzige Unternehmen in Deutschland, von dem bislang bekannt wurde, das es von dem weltweiten Cyber-Angriff betroffen ist. Nach Angaben der Bahn ist der bundesweite Zugverkehr durch den Trojaner allerdings nicht beeinträchtigt.

An mehreren deutschen Bahnhöfen waren am Samstag die sogenannten Reiseinformationssysteme ausgefallen, unter anderem in Halle und Leipzig. Nur der Hinweis "Bitte Aushangfahrplan beachten" war auf den blauen Tafeln zu lesen. Außerdem informierte die Bahn mit Lautsprecherdurchsagen die Reisenden beispielsweise am Leipziger Hauptbahnhof über eine "technische Störung". Auch Ticketautomaten funktionierten an mehreren Bahnhöfen nicht.

Die Bahn bittet Reisende, sich vor Fahrtantritt im Internet über Abfahrtszeiten und -gleise zu informieren. Die Internetseite bahn.de sowie die "Navigator-App" für Smartphones funktionierten ohne Einschränkung, sagte der Sprecher. An den Bahnhöfen seien die Reisezentren und Informationsschalter geöffnet.

Ein Trojanerangriff im Bereich der DB Netz AG hatte für Systemausfälle in verschiedenen Bereichen gesorgt. Nach Angaben der Bahn wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Störung zu beheben. Noch bis zum Nachmittag könne es zu Beeinträchtigungen kommen.

Seit Freitag waren weltweit Zehntausende Computer von einer groß angelegten Attacke mit sogenannten Erpressungstrojanern betroffen. Die Schadsoftware verschlüsselt die Rechner und fordert Lösegeld, um sie wieder freizugeben. In der Nacht zum Samstag wurde die Angriffswelle gestoppt, weil ein IT-Sicherheitsforscher auf eine Art "Notausschalter" in der Schadsoftware stieß.

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