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Wirtschaft: G7-Länder warnen vor Bedrohungen durch Cyber-Angriffe

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Wirtschaft  

G7-Länder warnen vor Bedrohungen durch Cyber-Angriffe

13.05.2017, 15:39 Uhr | dpa-AFX

BARI (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten weltweiten Hackerangriff warnen die führenden westlichen Industrieländer (G7) eindringlich vor steigenden Gefahren durch Cyber-Kriminalität. Die G7-Finanzminister und Notenbankchefs forderten am Samstag in Bari ein gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen der Staatengemeinschaft und der privaten Wirtschaft gegen Angriffe auf IT-Systeme. "Wir erkennen an, dass Cyber-Vorfälle eine wachsende Bedrohung für unsere Volkswirtschaften darstellen und dass angemessene (...) Reaktionen erforderlich sind", hieß es in der Abschlusserklärung nach zweitägigen Beratungen in der italienischen Hafenstadt.

Maximale Ergebnisse im Kampf gegen Cyber-Attacken könnten nur erreicht werden, wenn die Bedrohungen im weltweiten Datenraum insgesamt angegangen werden, hieß es weiter. Es gehe um einen umfassenden und neutralen Datenaustausch. Die G7 riefen internationale Organisationen und Regierungen auf, mit der Privatwirtschaft Gegenmaßnahmen auszuloten. Dazu seien auch länder- und sektorübergreifende Abstimmungen erforderlich. Die G7-Erklärung war bereits vor dem Angriff am Freitag ausgehandelt, von den Ministern aber erst samstags abgesegnet worden.

Nach Angaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht es bei der Cyber-Sicherheit um ein Gesamtpaket über den Finanzsektor hinaus. Dies werde Thema beim G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs Ende Mai auf Sizilien sein. Der massive Angriff am Freitag habe in den G7-Beratungen natürlich eine Rolle gespielt. Das Mandat der entsprechenden G7-Expertengruppe sei aktualisiert worden. Bis zum Herbst solle ein Bericht vorliegen. Es geht laut Schäuble auch um Versicherungsschutz gegen Cyber-Angriffe: "Es wird ein zunehmendes Bedürfnis, das wächst."

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann sagte, es gehe letztlich um zwei Facetten. Nötig seien eine möglichst umfassende Sammlung der Angriffe auf die Netze und ein Austausch. Eine Datengrundlage müsse aufgebaut werden. Eine weitere Frage sei, wie Finanzaufseher damit umgingen.

Von dem Cyberangriff auf IT- und Kommunikationssysteme am Freitag waren den Angaben zufolge fast 100 Länder betroffen. Ein sogenannter Trojaner soll rund um den Globus Unternehmen, Krankenhäuser und Institutionen infiziert haben. Angegriffen wurden auch Telekommunikations- und Bahnunternehmen.

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