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Wirtschaft: Eurozone auf robusten Wachstumskurs - Rekordhoher Exportüberschuss

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Wirtschaft  

Eurozone auf robusten Wachstumskurs - Rekordhoher Exportüberschuss

16.05.2017, 12:01 Uhr | dpa-AFX

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Euroraum hat sein robustes Wirtschaftswachstum in den ersten drei Monaten des Jahres fortgesetzt. Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 19 Ländern des Währungsraums um 0,5 Prozent zum Vorquartal gewachsen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mit. Damit konnte die Eurozone zum Jahresauftakt das Wirtschaftswachstum in den USA übertreffen. Gestützt wurde das Wachstum auch durch einen hohen Überschuss in der Handelsbilanz.

Volkswirte hatten eine Fortsetzung des Wachstumskurses in der Eurozone erwartet. Bereits im Schlussquartal 2016 hatte die Wirtschaftsleistung im Währungsraum um 0,5 Prozent im Quartalsvergleich zugelegt. Seit Mitte 2013 befindet sich die Eurozone damit mehr oder weniger stark auf Wachstumskurs.

STÄRKSTES WACHSTUM IN FINNLAND

Unter den Euroländern verzeichnete Finnland zum Jahresauftakt das stärkste Wachstum. Hier habe die Wirtschaftsleistung in den Monaten Januar bis März um 1,6 Prozent im Quartalsvergleich zugelegt, teilte Eurostat weiter mit. Einen vergleichsweise starken Aufschwung gab es auch in den baltischen Ländern Lettland mit einem Wachstum von 1,5 Prozent und Litauen mit einem Plus von 1,4 Prozent.

Das einzige Land der Eurozone mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung war Griechenland. Hier sank das BIP im ersten Quartal um 0,1 Prozent im Quartalsvergleich. Aus Deutschland wurde hingegen ein Wachstum von 0,6 Prozent gemeldet.

REKORDÜBERSCHUSS IN DER HANDELSBILANZ

Zum Ende des ersten Quartals wurde das Wirtschaftswachstum auch durch vergleichsweise starke Exportgeschäfte gestützt. Im März betrug der Überschuss in der Handelsbilanz laut Eurostat unbereinigt 30,9 Milliarden Euro. Das ist der höchste Überschuss, den die Länder des gemeinsamen Handelsraums bisher mit ihren Handelspartnern erzielen konnten.

Volkswirte wurden von der Entwicklung in der Handelsbilanz überrascht. Sie waren für März nur von einem Überschuss von 25,8 Milliarden Euro ausgegangen. Zuletzt gab es verstärkt internationale Kritik an den Überschüssen in der Handelsbilanz, wobei sich die kritischen Stimmen aber auf die deutschen Überschüsse konzentrierten. Vor allem US-Präsident Donald Trump hatte sich mehrfach kritisch geäußert.

EURO AUF HÖCHSTEM STAND SEIT NOVEMBER

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat es zuletzt auch in Deutschland einen Rekord bei der Entwicklung des Außenhandels gegeben. Die deutschen Exporte seien demnach im März stark gestiegen - auf den höchsten Monatswert seit 1950.

Nach der Veröffentlichung der Daten aus der Eurozone konnte der Euro seine frühen Kursgewinne ausbauen und erreichte bei 1,1050 US-Dollar den höchsten Stand seit November.

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