Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse >

Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Dax verliert an Schwung nach Rekordjagd

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Dax verliert an Schwung nach Rekordjagd

17.05.2017, 14:54 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Höhenflug am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger am Mittwoch Zurückhaltung an den Tag gelegt. Grund für die moderaten Verluste ist die derzeitige politische Instabilität in den USA wegen möglicher Verfehlungen von US-Präsident Trump. Dies schmälere die die Chance, dass Trumps Steuerreform in naher Zukunft realisiert werde, hieß es. Die daraus resultierende Dollar-Schwäche ließ den Euro auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr klettern, was vor allem die Papiere exportstarker deutscher Unternehmen unter Druck setzte.

Der Dax sank am Nachmittag um 0,40 Prozent auf 12 752,99 Punkte. Am Vortag hatte der deutsche Leitindex einen neuen Höchststand bei 12 841 Punkten markiert, bevor ihm die Luft ausgegangen war. Der MDax , der die Aktien mittelgroßer deutsche Unternehmen repräsentiert, fiel am Mittwoch um 0,49 Prozent auf 24 980,35 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,29 Prozent auf 2224,98 Punkte abwärts. Auch die europäischen Börsen gaben nach: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,56 Prozent auf 3621,51 Punkte.

THYSSENKRUPP AN DAX-SPITZE - DURCHBRUCH FÜR FUSION MIT TATA STEEL

Aus Branchensicht standen Immobilienwerte besonders unter Druck. Dies lag in erster Linie aber daran, dass mehrere Branchenunternehmen ihre Dividendenzahlung für 2016 veranlasst hatten und die jeweiligen Aktien am Mittwoch mit einem entsprechenden Abschlag gehandelt wurden. So waren Vonovia mit einem Kursabschlag von rund 3,4 Prozent klares Schlusslicht im Dax. Alstria Office verloren 4,5 Prozent und standen ganz unten im MDax. Die Papiere von TAG Immobilien büßten 4,4 Prozent ein.

Die Papiere des Industriekonzerns Thyssenkrupp waren mit plus 3,9 Prozent Top-Wert im Dax. Hauptgrund dafür war die grundsätzliche Einigung bei Tata Steel über den Umgang mit den milliardenschweren Pensionsverpflichtungen in Großbritannien. Denn damit dürfte die größte Hürde für die geplante Fusion der europäischen Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp und Tata aus dem Weg geräumt worden sein.

Dagegen bescherte eine positive Analystenstudie den zuletzt gebeutelten Aktien von Klöckner & Co neue Fürsprecher. Die Papiere des Stahlhändlers gewannen 3,3 Prozent. Seit Anfang März waren sie um rund ein Viertel eingebrochen. Das Bankhaus Lampe hatte die Klöckner-Titel in seine "Alpha-Liste" für besonders aussichtsreiche Aktien aufgenommen und die Kaufempfehlung sowie das Kursziel von 15 Euro bekräftigt.

DEUTSCHE BÖRSE VOR STRATEGIEWECHSEL?

Ein Pressebericht über eine neue Strategie der Deutschen Börse beeindruckte die Anleger am Tag der Hauptversammlung nicht sonderlich. Zuletzt wurden die Anteilsscheine des Börsenbetreibers 0,7 Prozent tiefer gehandelt. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf interne Unterlagen berichtete, geht Börsenchef Carsten Kengeter nach der gescheiterten Fusion mit der London Stock Exchange nun in die Offensive. Um die ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen, setze Kengeter auf eine Drei-Säulen-Strategie, hieß es.

Die Aktien von Osram litten unter einer negativen Analystenstudie und verloren zuletzt 1,9 Prozent. Zuvor hatte das Bankhaus Metzler die Papiere des Lichttechnikkonzerns von "Hold" auf "Sell" abgestuft, das Kursziel aber von 53 auf 57 Euro angehoben. Nach der jüngsten Kursrally sei es Zeit für eine Atempause, schrieb Metzler-Analyst Guido Hoymann. Seit Ende-März hatten die Anteilsscheine der ehemaligen Siemens-Tochter rund ein Viertel ihres Wertes hinzugewonnen.

PFEIFFER AUF REKORDHOCH

Die Titel von Pfeiffer Vacuum setzten ihre Rally mit dem Sprung auf ein Rekordhoch bei 125,70 Euro fort. Zuletzt führten sie den TecDax mit einem Plus von 2,5 Prozent an und bauten damit ihren Vorsprung seit Jahresbeginn auf nun rund 40 Prozent aus. Die Blicke der Anleger richten sich bereits auf die Hauptversammlung am kommenden Dienstag. Dort dürfte das Übernahmeangebot des Konkurrenten Busch ein wichtiges Thema sein. Pfeiffer Vacuum hatte zuletzt eine aufgebesserte Offerte der Busch-Gruppe, die knapp 30 Prozent an Pfeiffer hält, als zu niedrig abgelehnt. Busch bietet 110 Euro je Aktie. Zudem sollen die Aktionäre die Dividende von 3,60 Euro behalten dürften.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Vortag auf 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 141,18 Punkte. Der Bund Future gewann 0,12 Prozent auf 160,58 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,1116 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1059 (Montag: 1,0972) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9042 (0,9114) Euro gekostet./edh/fbr

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
Shopping
Trendige Sofas und Couches für jeden Geschmack
reduzierte Angebote entdecken bei ROLLER.de
Shopping
Vom Fleck weg gekauft: Hoover Haushaltsgeräte
OTTO.de

Anzeige
shopping-portal
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017