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Wirtschaft: G20-Minister wollen Kampf gegen ausbeuterische Arbeit verstärken

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Wirtschaft  

G20-Minister wollen Kampf gegen ausbeuterische Arbeit verstärken

19.05.2017, 14:36 Uhr | dpa-AFX

(ausgefallener Buchstabe im ersten Satz)

BAD NEUENAHR-AHRWEILER (dpa-AFX) - Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen verstärkt gegen tödliche Arbeitsrisiken in Entwicklungsländern vorgehen. Zum Abschluss des zweitägigen G20-Arbeitsminister-Treffens in Bad Neuenahr-Ahrweiler sagte die deutsche Ressortchefin Andrea Nahles (SPD) am Freitag, der weltweite Fonds für den Kampf gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen werde weiter aufgestockt.

Neben den von Deutschland gerade neu zugesagten zwei Millionen Euro wolle das Nicht-G20-Land Norwegen umgerechnet rund 320 000 Euro einzahlen. Weitere drei bis vier Länder hätten ebenfalls Geld zugesagt. Bisher verfügte der sogenannte Vision Zero Fonds über 7,5 Millionen Euro.

Laut Nahles sterben jedes Jahr weltweit 2,3 Millionen Menschen bei Arbeitsunfällen. 170 Millionen Mädchen und Jungen seien von Kinderarbeit betroffen. 20 Millionen Menschen müssten als Zwangsarbeiter schuften. Die G20-Arbeitsminister bekannten sich zu guten Arbeitsbedingungen und fairen Löhnen in globalen Lieferketten. Sie betonten die gemeinsame Verantwortung von Unternehmen und Regierungen.

Linke und Grüne hatten zuvor mehr Engagement verlangt. Niema Movassat, Linken-Experte für wirtschaftliche Zusammenarbeit, forderte gesetzlich verankerte ökologische, soziale und arbeitsrechtliche Mindeststandards für global agierende Konzerne. Doch bisher drücke sich die Politik davor. Bisherige Projekte der Bundesregierung zum Thema seien reine Feigenblätter.

Nahles wies die Kritik zurück: "Wir sind hier ja keine gesetzgebende Versammlung. Das hier ist ein Austausch mit informellem Charakter." Es sei schon gut, überhaupt eine Übereinstimmung in diesem Kreis erzielt zu haben.

Die G20-Arbeitsminister sprachen zudem über Arbeit im digitalen Zeitalter, Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die Integration von Migranten und Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.

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