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Wirtschaft - Aktien Europa Schluss: Starker Euro drückt EuroStoxx leicht ins Minus

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Wirtschaft  

Aktien Europa Schluss: Starker Euro drückt EuroStoxx leicht ins Minus

22.05.2017, 18:26 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Kursgewinne beim Euro haben den EuroStoxx 50 zu Wochenbeginn etwas belastet. Zum Handelsschluss am Montag stand bei dem Leitindex der Eurozone ein Verlust von 0,29 Prozent auf 3576,53 Punkte zu Buche. Eine feste Gemeinschaftswährung kann den Export der Unternehmen erschweren.

In Paris bewegte sich der CAC-40 mit einem Minus von 0,03 Prozent auf 5322,88 Punkte kaum vom Fleck. Der Londoner FTSE 100 hingegen stieg - gestützt von festen Bergbauaktien und einem schwachen britischen Pfund - um 0,34 Prozent auf 7496,34 Punkte.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Clariant mit einem zwischenzeitlichen Kursgewinn von mehr als 9 Prozent klar im Fokus. Am Ende blieb noch ein Plus von rund 3,5 Prozent. Der schweizerische Chemiekonzern will mit dem texanischen Konkurrenten Huntsman zusammengehen. Der Wert des neuen Unternehmens HuntsmanClariant liege bei rund 20 Milliarden US-Dollar, der Umsatz belaufe sich auf gut 13 Milliarden Dollar, teilten die Firmen am Montag mit. Angestrebt wird eine "Fusion unter Gleichen", die in Form eines Aktientausches realisiert werden soll. Huntsman-Aktien verloren zuletzt in New York mehr als 1 Prozent.

Der weltgrößte Zementhersteller LafargeHolcim hatte nach dem Rücktritt von Eric Olsen einen neuen Chef gefunden. Der bisherige CEO des schweizerischen Bau- und Spezialchemiekonzerns Sika, Jan Jenisch, soll den Posten zum 16. Oktober übernehmen. Bei Sika rückt der bisherige Europa-Chef Paul Schuler an die Konzernspitze auf. Die Aktien der beiden Unternehmen reagierten entgegengesetzt auf die Neuigkeiten. Die Aussicht auf Jenischs Amtsantritt trieb den Kurs der LafargeHolcim-Papiere an die Spitze des schweizerischen Leitindex SMI um gut 6 Prozent nach oben. Die Sika-Aktien verloren hingegen rund 4 Prozent und waren damit Schlusslicht des Index.

Die schweizerische Großbank Credit Suisse wird im Rahmen ihrer laufenden Kapitalerhöhung 393,2 Millionen neue Aktien herausgeben. Die Bank erwartet aus der Bezugsrechtsemission einen Nettoerlös von rund 4,1 Milliarden Schweizer Franken. Ende April hatte das Institut mitgeteilt, das Heimatgeschäft zu behalten und sich stattdessen frisches Geld über eine Kapitalerhöhung ins Haus zu holen. Die Credit-Suisse-Papiere reagierten aber kaum auf die Nachrichten und schlossen etwas tiefer.

Aus Branchensicht hatten derweil Telekomwerte mit einem Gewinn von 1,10 Prozent die Nase vorn. Börsianer begründeten dies mit Konsolidierungsfantasie im Sektor. So zogen die Anteilscheine von Vodafone in London um knapp 2 Prozent an.

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