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Vorwürfe im Faktencheck: Was ist dran an Trumps Auto-Märchen?

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Vorwürfe im Faktencheck  

Was ist dran an Trumps Auto-Märchen?

26.05.2017, 12:46 Uhr | Andreas Hoehnig, dpa, AFP

Vorwürfe im Faktencheck: Was ist dran an Trumps Auto-Märchen?. Deutsche Automobilhersteller haben lediglich sieben Prozent Marktanteil in den USA und liegen damit weit hinter amerikanischen und asiatischen Konkurrenten.  (Quelle: dpa/Ingo Wagner)

Deutsche Automobilhersteller haben lediglich sieben Prozent Marktanteil in den USA und liegen damit weit hinter amerikanischen und asiatischen Konkurrenten. (Quelle: Ingo Wagner/dpa)

Donald Trump hat sich erneut mit den deutschen Autobauern angelegt, weil diese "Millionen von Autos" in den USA verkaufen. Aber wie stark sind die deutschen Hersteller wirklich in den Vereinigten Staaten?

Schon kurz vor seinem Amtsantritt hatte Trump mit Strafzöllen für deutsche Autos gedroht, die aus Mexiko in die USA eingeführt werden und dabei speziell BMW genannt. Nun hat sich Trump bei der EU-Spitze erneut über den deutschen Handelsüberschuss beklagt.

Ein Faktencheck - zum Thema Autos

AUSSAGE: Der "Spiegel" zitierte Trump unter Berufung auf Teilnehmer mit den Worten: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen."

FAKTEN: Insgesamt wurden 2016 auf dem US-Markt 17,5 Millionen neue Fahrzeuge verkauft - Pkw und Light Trucks, das sind etwa die beliebten Pick-ups. Nach Daten des deutschen Branchenverbandes VDA kamen die deutschen Autobauer Mercedes, BMW, VW & Co in den USA im vergangenen Jahr auf einen Gesamtabsatz von 1,33 Millionen Fahrzeugen - das war ein Rückgang von 4 Prozent.

Die deutschen Autobauer verkaufen also - auf einen Jahresabsatz bezogen - nicht "Millionen von Autos". Ihr Marktanteil in den USA insgesamt liegt bei etwas mehr als 7 Prozent.

Platzhirsche auf dem US-Automarkt sind nach Daten des Fachblatts "Automotive News" die US-Autokonzerne General Motors mit einem Marktanteil von 17,3 Prozent sowie Ford mit 14,8 Prozent. Dahinter folgen der japanische Hersteller Toyota mit einem Marktanteil von 14 Prozent, der italienisch-amerikanische Konzern Fiat Chrysler mit 12,9 Prozent sowie der japanische Autobauer Honda mit 9,3 Prozent.

Bei den deutschen Autobauern ergab sich 2016 beim US-Absatz ein gemischtes Bild. Während die VW-Töchter Audi und Porsche zulegten, verzeichneten BMW sowie die Marke VW - vom Abgasskandal gebeutelt - ein Minus. Bei Daimler gab es ein Mini-Plus. Stark sind die deutschen Hersteller vor allem im Oberklasse-Segment, hier lag ihr Marktanteil in den USA 2016 nach VDA-Daten bei mehr als 40 Prozent.

Die deutschen Autobauer mit Werken in den USA wie BMW, Daimler und VW produzierten im vergangenen Jahr rund 850.000 Autos in den USA. Seit 2009 ist die Produktion demnach vervierfacht worden. Nur 41 Prozent der in den USA gebauten Fahrzeuge werden aber laut VDA in den Vereinigten Staaten verkauft, jeweils etwa ein Viertel geht nach Europa und Asien.

BEWERTUNG: Zweifelhaft

Institut der deutschen Wirtschaft übt Kritik

Das Institut in Köln hat den deutschen Handelsüberschuss gegenüber den USA verteidigt. IW-Expertin Galina Kolev sagte mit Bezug auf die Autoindustrie, Trump verkenne "die Bedeutung der deutschen Hersteller" für die US-Wirtschaft.

Die deutschen Konzerne sicherten hunderttausende Arbeitsplätze und exportierten in den USA hergestellte deutsche Marken in die ganze Welt, sagte Kolev der Zeitung. Deutsche Autohersteller hätten im Jahr 2016 rund 850.000 Fahrzeuge in den USA produziert.

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