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Wirtschaft: Asien-Pazifik-Ausschuss wirbt für mehr Investitionen in der Region

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Wirtschaft  

Asien-Pazifik-Ausschuss wirbt für mehr Investitionen in der Region

30.05.2017, 07:53 Uhr | dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Deutsche Unternehmen sollten trotz Benachteiligungen stärker in Indien und China investieren. Das empfiehlt ihnen der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (APA), Hubert Lienhard. "Das halte ich für die Grundregel", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Nur so könne man am Wachstum der Riesen-Nationen teilhaben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft an diesem Dienstag den indischen Premierminister Narendra Modi zu deutsch-indischen Regierungskonsultationen. Am Mittwoch ist Chinas Ministerpräsident Li Keqiang in Berlin zu Gast, am Donnerstag findet in Brüssel der EU-China-Gipfel statt.

Zusammengenommen seien Indien und China für die deutsche Wirtschaft jetzt schon "numero uno", sagte Lienhard. Aufgrund der Vielzahl an Menschen werde das Zentrum der Weltwirtschaft in 20, 30 oder 40 Jahren in Asien liegen. "Es werden da riesige Firmen entstehen in den riesigen Märkten." Allein in China und Indien leben zusammengenommen fast 1,7 Milliarden Menschen.

Derzeit werden deutsche Firmen dort allerdings stark benachteiligt. Einheimische Unternehmen werden bei öffentlichen Ausschreibungen bevorzugt, in China besteht für deutsche Firmen außerdem noch immer ein Joint-Venture-Zwang.

Nach dem gescheiterten G7-Gipfel betonte Lienhard, man dürfe jetzt nicht in Opposition zu den USA gehen. Stattdessen müsse man US-Präsident Donald Trump mit Argumenten - etwa den 700 000 Arbeitsplätzen, die deutsche Firmen in den USA schaffen - überzeugen. "Ich denke, wir haben eigentlich eine gute Geschichte zu erzählen da drüben. Und ich denke, das sollten wir nachhaltig tun." Trump hatte zuletzt immer wieder mit Protektionismus gedroht. Beim G7-Gipfel konnte ein Handelsstreit nur knapp entschärft werden.

In knapp sechs Wochen kommen die 20 Industrie- und Schwellenländer (G20) zu einem Gipfel in Hamburg zusammen. Gerade für die Europäer sei es dann wichtig, "eine gemeinsame Position zu formulieren und diese dann nachhaltig zu vertreten", sagte Lienhard.

Er warb erneut für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien sowie für ein Investitionsabkommen mit China. Dies würde mehr helfen, als "Herrn Trump zu zeigen, dass wir das anders oder besser können". Trump sei gewählt und das müsse man akzeptieren.

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