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Wirtschaft - Aktien Europa: EuroStoxx geht die Luft aus - Schwache Bankenwerte

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Aktien Europa: EuroStoxx geht die Luft aus - Schwache Bankenwerte

30.05.2017, 11:03 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Belastet von deutlich fallenden Bankenaktien haben Europas wichtigste Börsen am Dienstag den Rückwärtsgang eingelegt. Selbst ein nachgebender Eurokurs, der die Papiere exportorientierter Unternehmen normalerweise stützt, konnte die Abwärtsbewegung nicht verhindern.

Der EuroStoxx 50 sank am Vormittag zuletzt um 0,61 Prozent auf 3557,08 Punkte, nachdem er zum Wochenauftakt praktisch unverändert geschlossen hatte. Der CAC-40 in Paris büßte am Dienstag 0,82 Prozent auf 5288,78 Punkte ein. Der Londoner FTSE 100 fiel um 0,56 Prozent auf 7505,48 Zähler.

Die am Vortag noch deutlich schwächere Börse in Mailand gab am Dienstag marktkonform nach. Der FTSE MIB ermäßigte sich um rund 0,6 Prozent. Die Anleger hatten am Montag nervös auf Befürchtungen reagiert, wonach die europakritische Fünf-Sterne-Bewegung im Fall von vorgezogenen Neuwahlen die Regierung in Italien übernehmen könnte.

Auch der Euro kam unter Druck. Marktkenner schrieben dies Aussagen des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, zu. Draghi betonte die Notwendigkeit einer Fortsetzung der lockeren Geldpolitik. Er bleibe fest davon überzeugt, dass ein außergewöhnliches Maß an geldpolitischer Unterstützung nötig sei. Zuletzt wurde seitens der EZB immer wieder betont, dass die Leitzinsen noch weit über das bis mindestens zum Jahresende geplante Anleihekaufprogramm hinaus auf dem derzeitigen oder auf einem niedrigeren Niveau verbleiben werden.

Aus Branchensicht standen Bankenwerte europaweit im Anlegerfokus. Der Sektorindex Stoxx Europe 600 Banks stand mit minus 1,2 Prozent ganz unten im Branchentableau. Trotz regulatorischer Verschärfungen und erheblicher Anstrengungen der Banken um bessere Kapitalkennziffern seit der Finanzkrise vor einem Jahrzehnt hätten die Anleger immer noch kein Vertrauen in Bankenpapiere, sagte ein Branchenkenner. In den niedrigen Marktbewertungen sei klar zu lesen, dass der Markt die Geldhäuser noch nicht viel gesünder ansehe.

Unter den Einzelwerten waren die Titel der französischen Großbank BNP Paribas mit einem Verlust von 5,5 Prozent klares Schlusslicht im EuroStoxx-50-Index, die allerdings auch mit einem Dividendenabschlag gehandelt wurden. Ihnen folgten die Papiere von Deutsche Bank , Intesa Sanpaolo, BBVA, Banco Santander und Societe Generale mit Abgaben zwischen 1,2 und 2,0 Prozent.

Brexit, Terrorangst und eine Preisschlacht unter den Airlines bringen Europas größten Billigflieger Ryanair nicht vom Wachstumskurs ab. Für die zwölf Monate bis Ende März stand bei Ryanair unter dem Strich ein Gewinn von gut 1,3 Milliarden Euro. Das sind zwar fast 16 Prozent weniger als im Vorjahr, als der Verkauf der Beteiligung an der Fluglinie Aer Lingus das Ergebnis nach oben getrieben hatte. Ohne diesen Effekt wäre der Gewinn um sechs Prozent gestiegen. Trotz widriger Umstände peilt Unternehmenschef Michael O'Leary für das Geschäftsjahr 2017/18 mehr Gewinn an. Den Anteilseignern will er über einen Aktienrückkauf 600 Millionen Euro zurückgeben. Die Ryanair-Aktie reagierte mit einem Kursverlust von 1,2 Prozent auf die Nachrichten.

Der niederländische Farbenhersteller Akzo Nobel hat im Rechtsstreit mit dem Hedgefonds Elliott um die milliardenschweren Übernahmeofferte des US-Konkurrenten PPG Industries einen Sieg errungen. Ein niederländisches Gericht lehnte am Montagabend einen Antrag des vom Milliardär Paul Singer kontrollierten Fonds ab, sofort Maßnahmen gegen Akzo Nobel wegen des abgelehnten PPG-Gebots zu ergreifen. Elliott wollte mit rechtlicher Hilfe den widerborstigen Verwaltungsratschef Antony Burgmans loswerden. Akzo-Anteilsscheine verbilligten sich zuletzt um 1,6 Prozent.

Vestas-Aktien verloren knapp 2 Prozent auf 588,50 dänische Kronen an Wert. Die britische Investmentbank HSBC hatte die Papiere des Windkraftanlagen-Herstellers von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 550 auf 530 dänische Kronen gesenkt. Der Preisdruck in der Windenergiebranche dürfte sich 2017 und 2018 noch beschleunigen, schrieb Analyst Sean McLoughlin in einer Sektorstudie.

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