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Wirtschaft: 'Sehr schlecht für USA' - Trump geht Merkel auf Twitter an

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Wirtschaft  

'Sehr schlecht für USA' - Trump geht Merkel auf Twitter an

30.05.2017, 13:43 Uhr | dpa-AFX

(neu: mehr Details und Hintergrund)

BERLIN (dpa-AFX) - Der Ton zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump verschärft sich. Nach der heftigen Kritik Deutschlands an der US-Politik schlägt Präsident Donald Trump zurück. Am Dienstag übte er auf Twitter massive Kritik am Handelsüberschuss Deutschlands und den aus seiner Sicht geringen Militärausgaben und fügte hinzu: "Sehr schlecht für die USA. Das wird sich ändern."

Das Handelsdefizit ist der US-Regierung seit längerem ein Dorn im Auge. Bei den Verteidigungsausgaben pocht Washington in der Nato auf eine massive Erhöhung auch seitens der Bundesregierung, die ihrerseits auf eine deutliche Anhebung dieses Postens verweist.

Nach den weitgehend gescheiterten Gipfeln von G7 und Nato hatte Merkel bereits Zweifel an der Verlässlichkeit der USA geäußert und Trump indirekt vor einem Weg in die Isolation gewarnt. Sie sagte, Europa müsse sein Schicksal mehr selber in die Hand nehmen.

Sie pochte am Dienstag erneut auf ein eigenständigeres Europa. "Europa muss ein Akteur sein, der sich auch einmischt international", sagte sie nach deutsch-indischen Regierungskonsultationen in Berlin. Merkel mahnte etwa eine bessere gemeinsame Außenpolitik der europäischen Staaten an. Zudem müsse die Gemeinschaft in der Migrationspolitik besser werden.

Zugleich hob Merkel aber die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen hervor. Das Treffen mit Modi sei "in keiner Weise gegen irgendwelche anderen Beziehungen gerichtet, und schon gar nicht gegen die transatlantischen Beziehungen, die historisch für uns von großer Wichtigkeit sind und auch in Zukunft bleiben werden". Zuletzt waren Stimmen laut geworden, angesichts der neuen US-Außenpolitik könnten die Beziehungen mit den aufstrebenden Wirtschaftsmächten Indien und China stärker in den Fokus rücken.

An diesem Mittwoch empfängt Merkel den chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang. Die Treffen dienen auch der Vorbereitung des G20-Gipfels in Hamburg im Juli.

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