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Wirtschaft  

Aktien Wien Schluss: ATX erneut im Minus

30.05.2017, 17:57 Uhr | dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat an ihren schwachen Wochenstart angeschlossen und den Handel am Dienstag erneut im Minus beendet. Der ATX fiel um 0,76 Prozent auf 3160,27 Punkte. An Europas Leitbörsen ging der Handelstag ebenfalls im Minus zu Ende. Wichtige Impulse blieben rar, allerdings stand eine Reihe neuer Konjunkturdaten auf der Agenda. Erhöhte Aufmerksamkeit kam dabei insbesondere den Inflationsdaten zu. In Deutschland legten die Verbraucherpreise im Mai etwas weniger als erwartet zu. Mit dem Rückgang der Inflation dürfte der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) wieder etwas abgenommen haben, ihre extrem lockere Geldpolitik ein Stück weit zu straffen.

In Wien setzte sich die Berichtssaison mit Bilanzvorlagen aus der Immobilienbranche fort. Den Anfang machte bereits am Montagabend die Immofinanz, die im ersten Quartal einen Konzerngewinn von 80,7 Millionen Euro erzielen konnte. Im Vergleichszeitraum stand noch ein Verlust von 240,7 Millionen Euro zu Buche. Die Mieterlöse verringerten sich "verkaufsbedingt". Die Aktien büßten 2,17 Prozent auf 2,03 Euro ein.

s-Immo-Papiere verloren ebenfalls 0,68 Prozent auf 12,45 Euro, nachdem der Quartalsgewinn des Immo-Unternehmens auf 16,2 (27,6) Millionen Euro gesunken war. Zudem haben die Analysten von SRC Research ihr Kursziel von 13,0 auf 13,50 Euro angehoben, während das Anlagevotum unverändert auf "Accumulate" lautet. Dagegen schreibt der Immobilienentwickler Warimpex wieder schwarze Zahlen, dennoch gaben die Aktien 4,35 Prozent auf 1,25 Euro ab.

Abseits der Immobilienbranche legte auch Porr Erstquartalszahlen vor. Der Baukonzern hat im ersten Quartal zwar besonders viele Aufträge an Land gezogen und die Produktionsleistung gesteigert, dennoch wurde der Verlust vor Steuern um 10,2 Prozent auf 11 Millionen Euro ausgeweitet. Die Aktien sackten um 4,13 Prozent auf 29,96 Euro ab.

Schwächer schlossen auch Raiffeisen -Aktien mit minus 2,37 Prozent auf 23,52 Euro. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete, reisen Raiffeisen-Spitzenmanager nach Warschau, um die polnische Finanzmarktaufsicht zu überzeugen, die Frist für den Börsengang ihrer Polen-Tochter zu verlängern. Daneben hat die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) den Ausblick für die Raiffeisen Bank International (RBI) von "negativ" auf "positiv" angehoben.

Die OMV übernimmt indessen 25,1 Prozent der Anteile an der Vorarlberger Tankstellentechnik-Firma KSW Elektro- und Industrieanlagenbau GmbH. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. OMV-Papiere fielen um 0,64 Prozent auf 47,76 Euro.

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