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Wirtschaft: Weniger Verluste bei Rocket Internet - Aktie unter Druck

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Wirtschaft  

Weniger Verluste bei Rocket Internet - Aktie unter Druck

31.05.2017, 15:43 Uhr | dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Beteiligungen des Startup-Entwicklers Rocket Internet haben sich zu Jahresbeginn ein Stück weiter in Richtung schwarze Zahlen bewegt. Wegen zum Teil deutlich gestiegener Umsätze fiel der Konzernverlust von 86 Millionen Euro im ersten Quartal nicht ganz so schmerzhaft aus wie ein Jahr zuvor. Damals war das Minus wegen massiver Wertberichtigungen beim Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) fast vier Mal so hoch ausgefallen.

Diesmal drückten allerdings diverse Verkäufe von Tochtergesellschaften wie La Nevera, Roja oder Pizzabo auf die Gesamterlöse von Rocket. Für Firmenchef Oliver Samwer dennoch kein Grund, von seinem Optimismus abzurücken. Man sei davon überzeugt, dass die ausgewählten Unternehmen in diesem Jahr "weitere Fortschritte auf dem Weg in Richtung Profitabilität" verzeichnen werden, sagte er laut einer Mitteilung vom Mittwoch.

Bereits Anfang des Jahres hatte Finanzchef Peter Kimpel ein Überschreiten der Gewinnschwelle bei drei Beteiligungen in Aussicht gestellt. Um welche Unternehmen es sich genau handelt, wollte er nicht sagen. Zu den Hoffnungsträgern gehört ohne Zweifel GFG, die einen Umsatz von einer Viertelmilliarde Euro erzielte. Doch auch der Essenzusteller Delivery Hero konnte mit einer knappen Verdoppelung seiner Umsätze auf 121 Millionen Euro von sich Reden machen.

Ähnlich gut lief es bei HelloFresh. Der Kochbox-Lieferant kam auf einen Umsatz von 205 Millionen Euro, ein Plus von 45,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Jahrelang galt HelloFresh als potentieller Börsenkandidat, ein erster Anlauf wurde aber bereits abgeblasen. Dafür peilt Delivery Hero einen Börsengang an.

Am Aktienmarkt machte sich nach der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse Ernüchterung unter den Anlegern breit. Die Aktie drehte nach anfänglichen Gewinnen schnell ins Minus und verlor zuletzt 2,6 Prozent. Analyst Lucas Boventer von Warburg Research sah darin aber keine Reaktion auf die "operativ sehr guten" Geschäftszahlen für das erste Quartal. Vielmehr würden nach der starken Kursentwicklung nun Gewinne mitgenommen.

Seit ihrem Zwischentief Ende März bei 15,12 Euro waren die Aktien zuletzt um knapp 47 Prozent nach oben gerannt. Von ihren Rekordständen sind die Papiere jedoch noch meilenweit entfernt: Kurz nach dem Börsengang im Herbst 2014 hatten sie über 60 Euro gekostet.

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