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Wirtschaft - Aktien Frankfurt Schluss: Dax knapp im Plus - 'Ausbruch gescheitert'

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt Schluss: Dax knapp im Plus - 'Ausbruch gescheitert'

31.05.2017, 18:21 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Mittwoch nach einigen Kursschwankungen ein mickriges Plus ins Ziel gerettet. Zum Handelsende stand der deutsche Leitindex 0,13 Prozent höher bei 12 615,06 Punkten. Seine Mai-Bilanz fiel mit der Mitte des Monats erreichten Rekordmarke von 12 841 Punkten und einem letztlichen Plus von knapp anderthalb Prozent positiv aus. Auf Jahressicht steht ein deutlicher Anstieg von fast 10 Prozent zu Buche.

"Immerhin kam heute etwas Bewegung in den deutschen Aktienmarkt, wenn auch nur innerhalb der bekannten Handelsspanne", kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Allerdings sei der Versuch des Dax, den Widerstand bei 12 700 Punkten zu brechen, erneut gescheitert. Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank sprach von einer "stabilen Seitenlage" des Dax, der sich seit zwei Wochen in einem engen Rahmen bewegt. Er wertete es aber positiv, dass es im Mai entgegen dem bekannten Börsenmotto "Sell in May and go away" zu keinen größeren Rückschlägen gekommen sei.

Uneinheitlich entwickelten sich am Mittwoch die anderen deutschen Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,40 Prozent auf 25 128,46 Punkte, wogegen der Technologiewerte-Index TecDax um 0,21 Prozent auf 2289,26 Zähler zulegte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,19 Prozent auf 3554,59 Punkte bergab. Die nationalen Indizes in Paris und London sanken ebenfalls. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stand zum europäischen Börsenschluss knapp im Minus.

KONSOLIDIERUNGSFANTASIE TREIBT ENERGIEAKTIEN AN

Das sich weiter drehende Fusions- und Übernahmekarussell bescherte den deutschen Energieversorgern weitere Kursgewinne. Im Dax legten Eon und RWE um 2,87 beziehungsweise 2,47 Prozent zu und gehörten damit zu den Favoriten der Anleger. Ähnliches galt im MDax für die Eon-Kraftwerksbeteiligung Uniper und die RWE-Ökostromtochter Innogy, deren Anteilscheine um 4,05 beziehungsweise 1,30 Prozent vorrückten.

Bei Eon und Uniper sorgte das angebliche Interesse des finnischen Versorgers Fortum an Uniper für Schwung. Bei RWE und Innogy rückten Analysten die jüngsten Spekulationen um einen Verkauf der Tochter wieder in den Fokus.

BERICHTSSAISON-NACHZÜGLER METRO, ROCKET INTERNET UND BERTRANDT

Ansonsten standen einige wenige Nachzügler der Berichtssaison im Blick. Bei Metro mussten die Anleger nach Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal einen Kursrutsch von 2,63 Prozent verkraften. Damit zählten die Aktien des vor der Aufspaltung stehenden Handelskonzerns zu den größten Verlierern im MDax. Sie litten unter dem enttäuschenden Abschneiden im Elektronikgeschäft. Börsianer taten sich schwer mit der Einordnung von fortgeführten und nicht fortgeführten Bereichen im Zahlenwerk der Düsseldorfer.

Im Kleinwerte-Index SDax ging es für Rocket Internet um 2,44 Prozent bergab. Analyst Lucas Boventer von Warburg Research sah darin aber keine Reaktion auf die "operativ sehr guten" Zahlen der Start-up-Schmiede für das erste Quartal. Vielmehr würden nach einer starken Kurserholung nun Gewinne mitgenommen. Die Aktien des Ingenieur-Dienstleisters Bertrandt sanken nach unspektakulären Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr um 1,64 Prozent.

Der Solartechnikhersteller SMA Solar bekam indes Rückenwind durch eine Kooperation mit dem Energiekonzern MVV: Mit plus 4,81 Prozent eroberten die seit Jahresbeginn schwach gelaufenen Aktien die TecDax-Spitze. SMA treibt mit der vereinbarten Partnerschaft zur Direktvermarktung von Solarstrom seinen Ausbau zum Energiedienstleister voran. Für die in keinem wichtigen Index gelisteten MVV-Titel ging es um 2,10 Prozent hoch.

RESTAURANTKETTE VAPIANO WILL AN DIE BÖRSE

Für Aufsehen sorgte noch der angekündigte Börsengang der Restaurantkette Vapiano. Die Notierung werde voraussichtlich noch in diesem Jahr erfolgen, teilte das Unternehmen mit. Es sollen neue Aktien im Volumen von 85 Millionen Euro ausgegeben werden. Zudem wollen sich die Alteigentümer von Anteilen in bislang unbekannter Höhe trennen.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 141,95 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,14 Prozent auf 162,19 Punkte. Ein Euro kostete 1,1233 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1221 Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8912 Euro gekostet./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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