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Wirtschaft  

Aktien New York: Schwache Hausdaten bremsen aus

31.05.2017, 20:00 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Überraschend schwache Konjunkturdaten vom US-Häusermarkt haben am Mittwoch die Wall Street und schließlich auch die Nasdaq-Börsen belastet. Allerdings reduzierten die US-Börsen ihre moderaten frühen Verluste zuletzt spürbar. Der Dow Jones Industrial verlor 0,12 Prozent auf 21 003,70 Punkte. Damit knüpfte er an seine moderaten Vortagesverluste an, nachdem er allerdings zuvor sieben Handelstage in Folge zugelegt hatte. Für den Monat Mai bedeutet dies aktuell ein kleines Plus von 0,3 Prozent. Die Anfang März geknackte Rekordmarke von 21 169 Punkten bleibt weiter in greifbarer Nähe.

Der marktbreite S&P-500-Index fiel zur Wochenmitte ebenfalls um 0,12 Prozent und damit auf 2410,01 Punkte. Der Nasdaq 100 verlor 0,19 Prozent auf 5783,93 Zähler. Zum Handelsstart hatten die überwiegend mit Technologie-Aktien bestückten Nasdaq-Indizes ihren Rekordlauf noch fortgesetzt. Der Auswahlindex Nasdaq 100 hatte den Sprung über die Marke von 5800 Punkten geschafft, an der er am Dienstag noch gescheitert war. Der breite Nasdaq Composite war bis auf 6221 Punkte geklettert.

Die teilweise nach Handelsbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten zeigten, dass sich das Geschäftsklima in der Region Chicago im Mai zwar überraschend aufgehellt hatte. Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe überraschte hingegen negativ. Statt eines leichten Anstiegs im April im Monatsvergleich wurde ein deutlicher Rückgang verzeichnet. Bereits im März waren die Verkäufe gesunken.

Im späteren Handelsverlauf dürfte noch der Konjunkturbericht "Beige Book" der US-Notenbank in den Fokus rücken. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg rechnen die Marktteilnehmer mit einer 87-prozentigen Wahrscheinlichkeit mit einem weiteren Zinsschritt in zwei Wochen.

Branchenweit zählten erneut Bankaktien zu den größten Verlierern. Im Dow Jones hielten wie bereits am Vortag die Aktien von Goldman Sachs die rote Laterne. Sie büßten 3,07 Prozent ein, gefolgt von JPMorgan mit minus 2,28 Prozent. Ebenfalls sehr schwach zeigten sich im S&P 100 die Anteile der Bank of America, der Citigroup und die von Morgan Stanley.

Gefragt war dagegen das Papier von Analog Devices, das im Nasdaq-Auswahlindex um 3,48 Prozent zulegte und damit Spitzenreiter war. Der Halbleiterhersteller hatte in seinem zweiten Geschäftsquartal ein überraschend starkes Ergebnis je Aktie erwirtschaftet.

Spekulationen über eine mögliche Aufstockung der Qualcomm-Offerte für den niederländischen Chiphersteller NXP Semiconductors hatten kaum Kursauswirkungen. Die Qualcomm-Aktien sanken marktkonform um 0,50 Prozent. Großaktionäre wie der aktivistische Finanzinvestor Elliott Management drängten das NXP-Management zu Neuverhandlungen mit dem US-Wettbewerber zwecks einer höheren Offerte, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Der US-Halbleiterkonzern hatte vergangenes Jahr insgesamt 47 Milliarden US-Dollar für NXP geboten.

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