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Abgasskandal: Audi-Chef Rupert Stadler unter Druck

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Wegen Abgasskandal  

Audi-Chef Rupert Stadler unter Druck

02.06.2017, 19:36 Uhr | sm, AFP, dpa

Abgasskandal: Audi-Chef Rupert Stadler unter Druck. Audi-Chef Rupert Stadler will mit dem Rückruf der rund 24.000 betroffenen Fahrzeuge voraussichtlich im Juli beginnen. (Quelle: dpa/Armin Weigel)

Audi-Chef Rupert Stadler will mit dem Rückruf der rund 24.000 betroffenen Fahrzeuge voraussichtlich im Juli beginnen. (Quelle: Armin Weigel/dpa)

Audi-Chef Rupert Stadler gerät nach neuen Erkenntnissen über Abgasmanipulationen zunehmend in die Kritik. Die VW-Spitze ist verärgert. Nun muss Stadler wohl im Aufsichtsrat Stellung nehmen.

Nach Informationen des "Spiegel" droht Stadler der Rausschmiss aus der Konzernspitze. "Wir werden über diesen Vorgang mit Herrn Stadler im Aufsichtsrat zu reden haben", zitiert das Nachrichtenmagazin einen Vertreter der Arbeitnehmerseite im VW-Aufsichtsrat.

Volkswagen hingegen dementiert den Bericht. "Mit keiner Silbe hat irgendwer gesagt, dass sie Herrn Stadler ablösen wollen", sagte ein Konzernsprecher. Der Aufsichtsrat werde sich jedoch mit dem Thema befassen. "Dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann, ist doch klar." Die Stellungnahme sei zwischen Konzernchef Matthias Müller und Betriebsratschef Bernd Osterloh abgesprochen, sagte der Sprecher.

Stadler greift Dobrindt an

Rupert Stadler ging derweil in die Offensive: "Dass Herr Dobrindt allein vorprescht, hat mich persönlich sehr enttäuscht", sagte der Audi-Chef der Branchen- und Wirtschaftszeitung "Automobilwoche". Die Süddeutsche Zeitung berichtet zudem von einer firmeninternen Videobotschaft. Auch darin greift Stadler Bundesverkehrminister Dobrindt an: „Die Politik stellt da gerade manches anders dar und hat uns mit ihrem Alleingang an die Medien überrascht“, sagte der Audi-Chef, „Vielleicht wirft der Wahlkampf schon seine ersten Schatten."

Zu den konkreten Vorwürfen von Dobrindt sagte Stadler: "Wir sind alle zwei Wochen beim Kraftfahrtbundesamt und erstatten Bericht. Bei 24.000 Autos in Europa haben wir Auffälligkeiten gefunden. Diese Informationen haben wir den Behörden mitgeteilt. Dies und das weitere Vorgehen wollten wir gemeinsam kommunizieren". Dass die Behörden illegale Software "entdeckt" hätten, sei das falsche Wort. "Wir selbst drehen jedes Steinchen um." Der Unternehmenschef erklärte, dass die Unstimmigkeiten bei eigenen Prüfungen aufgefallen seien. „Wir haben diese Beobachtung im Rahmen laufender Gespräche sofort und in Eigeninitiative dem Kraftfahrbundesamt und dem Bundesverkehrsministerium gemeldet.“

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bekannt gegeben, dass Audi eine "unzulässige Abgas-Software" in den Oberklasse-Modellen Audi A8 und A7 mit V6- und V8-Dieselmotoren verwendet habe. Damit weitete sich der Abgas-Skandal beim VW-Konzern erneut aus. In Aufsichtsratskreisen hieß es, natürlich müsse über das Thema gesprochen werden. "Eine ständige Kritik an Einzelpersonen hilft aber auch nicht weiter."

Stadlers Vertrag um fünf Jahre verlängert

Stadler steht wegen seiner Rolle bei der Aufarbeitung des Abgas-Skandals bereits länger in der Kritik. Dennoch war sein Vertrag vor kurzem erst um weitere fünf Jahre verlängert worden. Der "Spiegel" schrieb, die VW-Aufsichtsräte hätten den Versicherungen Stadlers geglaubt, dass Audi den Abgasskandal sauber aufgeklärt habe.

Volkswagen wird bereits seit September 2015 vom Abgasskandal erschüttert, der den Wolfsburger Konzern bereits etliche Milliarden Euro gekostet hat. Erstmals steht nun auch der A8 im Visier und damit das Flaggschiff der Ingolstädter VW-Tochter. Audi zufolge wurde bei eigenen Untersuchungen von Wagen vom Typ A7 und A8 der Modelljahre 2010 bis 2013 mit V6- und V8-Motoren nach Abgasnorm Euro-5 überhöhte Stickoxidwerte festgestellt. Diese hätten in bestimmten Situationen zwischen 20 und 100 Prozent über dem Grenzwert gelegen. Von den betroffenen Fahrzeugen sind etwa 14.000 in Deutschland zugelassen. Der Oberklassehersteller kündigte einen Rückruf an, bei dem eine neue Getriebesoftware aufgespielt werden soll.

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