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Wirtschaft - Krise am Golf: Katar und seine Gegner zeigen sich unversöhnlich

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Wirtschaft  

Krise am Golf: Katar und seine Gegner zeigen sich unversöhnlich

06.06.2017, 14:51 Uhr | dpa-AFX

RIAD/DOHA (dpa-AFX) - Nach dem Bruch Saudi-Arabiens und anderer arabischer Staaten mit dem Golfnachbarn Katar zeigen sich beide Seiten unversöhnlich. Sein Land lehne jede Bevormundung durch andere Golfstaaten ab, sagte der katarische Außenminister Mohammed Bin Abdulrahman Al Thani am Dienstag dem Sender Al-Dschasira.

Er kündigte jedoch an, Katar wolle die Lage nicht weiter eskalieren lassen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wiederum warfen dem Emirat vor, die Stabilität und Sicherheit am Golf zu gefährden. Zugleich begannen Bemühungen um eine Entspannung der schweren diplomatischen Krise.

US-Präsident Donald Trump will nach Angaben des Weißen Hauses mit allen Beteiligten sprechen. Washington ist ein enger Verbündeter sowohl Saudi-Arabiens und der VAE als auch Katars.

Kuwaits Emir Sabah al-Salim al-Sabah bemühte sich ebenfalls um Vermittlung in dem Streit. Er forderte seinen katarischen Kollegen in einem Telefonat auf, den Bemühungen um Entspannung eine Chance zu geben. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schaltete sich ein.

Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain, Ägypten und der Jemen hatten am Montag alle diplomatischen Kontakte zu Katar abgebrochen. Die Nachbarländer schlossen auch die Grenzen. Zugleich stellten sie den Flugverkehr nach Katar ein. Damit ist das Golf-Emirat, in dem 2022 die Fußball-WM ausgetragen werden soll, isoliert.

Die arabischen Staaten beschuldigen Katar, Terrororganisationen wie den sunnitischen Islamischen Staat (IS) zu unterstützen. Gleichzeitig stoßen sie sich an den angeblich guten Beziehungen Katars zum schiitischen Iran. Das sunnitische Königreich Saudi-Arabien sieht in Teheran einen Erzrivalen in der Region.

Katars Außenminister sagte im Gespräch mit Al-Dschasira, er könne sich die Eskalation nicht erklären: "Wir wissen nicht, ob echte Gründe hinter dieser Krise stecken oder versteckte Gründe, die wir nicht kennen." Sein Land sei einer beispiellosen Medienkampagne ausgesetzt, die Lügen verbreite und Katar beleidige. Sein VAE-Kollege Anwar Karkasch wiederum twitterte, der Konflikt könne nur gelöst werden, wenn sich Katars provozierende Politik ändere.

Das Verhältnis Katars zu anderen Staaten der Region ist seit langem angespannt. Bereits vor rund drei Jahren hatten Saudi-Arabien, Bahrain und die Emirate ihre Botschafter für einige Monate aus Katar abgezogen. Sie stießen sich vor allem an der Unterstützung Katars für die ägyptischen sunnitischen Muslimbrüder.

Dank seiner Erdgasvorkommen ist Katar eines der reichsten Länder der Welt. Das Emirat hält auch Anteile am Volkswagen-Konzern. Das Emirat

- nur etwa halb so groß wie Hessen - ist wie Saudi-Arabien und

Ägypten ein Verbündeter der USA und gehört zur Anti-IS-Koalition. In Katar befindet sich der größte Militärstützpunkt der USA in der Region. Auf der Luftwaffenbasis Al-Udeid sind mehr als 10 000 US-Soldaten stationiert.

Das amerikanische Militär sieht die Einsätze im Nahen Osten aber nicht durch die Krise gefährdet. "Wir führen weiterhin Missionen zur Unterstützung der Operationen in der gesamten Region aus", teilte ein Sprecher des US-Zentralkommandos (Centcom) in Tampa mit. Ein Sprecher des Pentagons erklärte ebenfalls, es gebe keinerlei Pläne, etwas an der Präsenz in Katar zu ändern.

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