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Aktien Asien: Börsen driften vor wichtigen Ereignissen auseinander

08.06.2017, 10:03 Uhr | dpa-AFX

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (dpa-AFX) - Vor möglicherweise marktbewegenden Ereignissen in Europa und den USA haben Asiens wichtigste Börsen am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Neben der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) stehen die Parlamentswahlen in Großbritannien und die Anhörung des gefeuerten FBI-Chefs James Comey vor einem Ausschuss des US-Senats auf der Agenda.

Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific verlor zuletzt 0,49 Prozent auf 180,55 Punkte. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index mit einem Minus von 0,38 Prozent bei 19 909,26 Punkten.

Das wichtigste japanische Börsenbarometer litt unter einem Anstieg des Yen, der tendenziell die Produkte des exportabhängigen Landes für ausländische Käufer verteuert. Verantwortlich dafür war ein Bericht, wonach die japanische Notenbank ihre Kommunikation über einen in der Zukunft möglichen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik neu justieren will. Zudem ist die japanische Wirtschaft im ersten Quartal weniger stark gewachsen als zunächst geschätzt.

Dagegen ging es für die Börsenkurse in China nach guten Konjunkturdaten bergauf: Der CSI-300-Index, der die 300 größten Werte an den Börsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, gewann 0,77 Prozent auf 3560,98 Punkte. Für den Hang-Seng-Index in Hongkong, wo auch ausländische Anleger uneingeschränkt handeln können, ging es um zuletzt 0,30 Prozent auf 26 053,03 Punkte hoch, was den höchsten Stand seit rund zwei Jahren bedeutete. Seit Jahresbeginn zählt er zu den weltweit am besten gelaufenen Indizes.

Chinas Außenhandel hat im Mai erneut Stärke gezeigt. Weiterhin getrieben vom boomenden Bausektor des Landes, der Rohstoffe aus dem Ausland benötigt, zogen die Importe in US-Dollar gerechnet um 14,8 Prozent im Vergleich zum Mai des Vorjahres an. Die Exporte legten um 8,7 Prozent zu und lagen damit ebenso wie die Einfuhren über den Erwartungen von Analysten.

Zudem hat sich die Lage auf dem chinesischen Automarkt im vergangenen Monat etwas gebessert - das Wachstumstempo blieb hier aber auf einem niedrigen Niveau. Entsprechend legten die Anteilsscheine heimischer Autobauer wie Geely, Guanghzou, Great Wall Motor und BAIC deutlich zu.

Im indischen Mumbai verlor der seit Jahresbeginn ebenfalls stark gelaufene Sensex-Index zuletzt 0,08 Prozent auf 31 246,20 Zähler. Der australische ASX-200-Index schloss hingegen 0,17 Prozent höher bei 5676,60 Punkten und beendete damit eine dreitägige Verlustserie. Hier stützte ein Kurssprung beim Pharmaunternehmen CSL sowie die freundliche Entwicklung einiger Bankaktien.

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