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Wirtschaft: Eurokurs fällt vor EZB-Zinsentscheidung

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Wirtschaft  

Eurokurs fällt vor EZB-Zinsentscheidung

08.06.2017, 12:30 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag vor den geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) gefallen. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1234 US-Dollar. Am Vormittag war der Euro noch zeitweise bis auf 1,1269 Dollar gestiegen. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1217 (Dienstag: 1,1258) Dollar festgelegt.

Der Markt wartet auf die Entscheidungen der EZB. Die Notenbank dürfte laut Experten einen ersten verbalen Schritt in Richtung eines Ausstiegs aus ihrer sehr lockereren Geldpolitik gehen. Schließlich rechnet eine Mehrheit der Analysten damit, dass die EZB schon im September ein schrittweises Zurückfahren ihres Anleihekaufprogramms ankündigen wird.

"So gehen viele am Markt davon aus, dass die europäischen Währungshüter den Weg zu einem Ausstieg schon jetzt ebnen, und zwar, indem sie ihre sogenannte Forward Guidance anpassen", schreibt Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Die "Forward Guidance" ist das Zinsversprechen der EZB. Nguyen erwartet, dass die Option für eine Zinssenkung gestrichen wird. Zudem dürften die Notenbank die Risiken für ihren Ausblick als ausgewogen bezeichnen.

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Das britische Pfund ist am Tag der Parlamentswahl zum Dollar unter Druck geraten. Bis zum Mittag fiel der Kurs bis 1,2940 Dollar. Am Vormittag hatte das Pfund noch zeitweise bei 1,2978 Dollar gekostet. Zum Euro notierte die britische Währung wenig verändert bei 1,1514 Euro.

An diesem Donnerstag entscheiden die Briten, wer die Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union führen wird. Zur Wahl stehen die Konservativen Tories um ihre Premierministerin Theresa May und die linksgerichtete Labour Party unter ihrem Vorsitzenden Jeremy Corbyn. Grundsätzlich gilt laut Analysten: Je deutlicher der erwartete Sieg der konservativen Partei ausfällt, desto stärker dürfte das Pfund profitieren. Denn in diesem Fall hätte May ein starkes Mandat für die Brexit-Verhandlungen mit der EU.

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