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Wirtschaft - Aktien Frankfurt Schluss: Erholung der Technologiewerte gibt Auftrieb

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt Schluss: Erholung der Technologiewerte gibt Auftrieb

13.06.2017, 18:30 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach teils deutlichen Verlusten zu Wochenbeginn ist es am deutschen Aktienmarkt am Dienstag wieder aufwärts gegangen. Zu verdanken war dies insbesondere den Technologiewerten, die sich von ihren kräftigen Kursabschlägen am Montag erholten. So kletterte der TecDax um 1,28 Prozent auf 2275,56 Zähler nach oben, nachdem er am Vortag noch fast 3 Prozent eingebüßt.

Der Dax beendete den Handel mit einem Plus von 0,59 Prozent auf 12 764,98 Punkte. Damit konnte er seinen rund einprozentigen Vortagesverlust aber ebenfalls noch nicht wieder wett machen. Der MDax , in dem Aktien mittelgroßer Unternehmen enthalten sind, rückte um 0,55 Prozent auf 25 287,24 Punkte vor.

Auch für die meisten anderen europäischen Börsen ging es wieder aufwärts. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,39 Prozent auf 3557,87 Punkte und auch in Paris wurden ähnliche Gewinne verzeichnet. An der Londoner Börse hingegen gaben die Kurse überwiegend nach, so dass im FTSE 100 am Ende ein kleines Minus zu Buche stand. In den USA legten die Börsen moderat zu und der Leitindex Dow Jones Industrial erklomm dabei erneut eine Bestmarke.

'SCHNÄPPCHENJÄGER UNTERWEGS'

Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets sprach von Schnäppchenjägern, die am Markt unterwegs gewesen seien. Der Dämpfer durch den ZEW-Index wurde entsprechend ignoriert. Laut dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hatten sich - allerdings auf einem hohen Niveau - die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im Juni überraschend eingetrübt.

Nun wird auf die US-Zinsentscheidung gewartet und Marktbeobachter sind gespannt, ob diese die Märkte aufschrecken oder zu weiteren Aktienkäufen motivieren. Die US-Notenbank dürfte nach Ansicht der meisten Marktteilnehmer am Mittwoch zum zweiten Mal in diesem Jahr ihren Leitzins anheben.

TECHWERTE WIEDER GEFRAGT

Im Dax erholten sich die Infineon-Aktien mit plus 1,19 Prozent etwas und auch die großen Verlierer des TecDax, Dialog Semiconductor oder Aixtron zählten nun wieder zu den gefragtesten Werten mit Gewinnen von um die 4 bis 5 Prozent.

Unter den Einzelwerten im Dax ragten die Lufthansa-Titel mit einem Plus von 3,00 Prozent heraus. Zeitweise waren sie bis auf 19,01 Euro gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2014. Die schweizerische Bank Credit Suisse hatte ihr Anlageurteil für die Aktie auf "Neutral" angehoben. Nach Einschätzung der Experten profitiert Deutschlands größte Fluggesellschaft von der Entwicklung der Ticketpreise und den Problemen der kriselnden Konkurrentin Air Berlin.

Mit minus 0,07 Prozent hingegen schlossen die Fraport -Papiere kaum verändert. Nach der Vorlage starker Verkehrszahlen der Lufthansa am Vortag waren die Verkehrszahlen des Flughafenbetreibers Fraport letztlich keine Überraschung mehr.

LEONI UND BERTRANDT KRÄFTIG IM AUFWIND

Die Aktien von Leoni zählten mit plus 4,59 Prozent zu den Favoriten im MDax. Die Privatbank Berenberg rechnet nicht nur mit einer kurzfristigen Gewinnerholung des Autozulieferers, sondern erwartet von 2020 an einen kräftigen Wachstumsschub aufgrund des Trends hin zur Elektromobilität.

Die Anteile von Bertrandt im SDax knüpften nach einer Kaufempfehlung des Analysehauses Warburg Research mit einem Plus von 6,48 Prozent an ihre jüngste Erholung an. Im Mai hatte der Ingenieurdienstleisters wegen einer Zurückhaltung der Kunden aus der Autobranche sein Umsatzziel deutlich gesenkt. Der Aktienkurs von zuvor mehr als 98 Euro war daraufhin in die Tiefe gerauscht und hatte erst Ende Mai bei 78,94 Euro einen Boden gefunden. Nun ging sie bei 87,75 Euro aus dem Handel.

EURO FÄLLT AUF 1,12 US-DOLLAR

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,08 Prozent am Vortag auf 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 141,98 Punkte. Der Bund-Future fiel um 0,11 Prozent auf 164,94 Punkte. Der Kurs des Euro sank am frühen Abend auf 1,1200 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1217 (Montag: 1,1221) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8915 (0,8912) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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