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Handwerk, Industrie und Handel gegen Fahrverbot in München

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Bayerns Wirtschaft warnt  

Diesel-Fahrverbot wäre "eine Katastrophe"

14.06.2017, 13:08 Uhr | dpa

Die Stadt München um Oberbürgermeister Dieter Reiter denkt angesichts neuer Abgasmesswerte über ein Fahrverbot für Dieselautos nach. (Screenshot:
München erwägt Fahrverbot für Dieselautos

Die Stadt München um Oberbürgermeister Dieter Reiter denkt angesichts neuer Abgasmesswerte über ein Fahrverbot für Dieselautos nach.

Vom Münchener Fahrverbot betroffen wären je nach angewandter Abgasnorm zwischen 133.000 und 170.000 Fahrzeuge. (Quelle: t-online.de)


Handwerk, Industrie und Handel in Bayern lehnen die Pläne für ein Diesel-Fahrverbot in München empört ab. Waren könnten nicht mehr angeliefert werden, viele Pendler könnten ihren Arbeitsplatz nicht mehr erreichen, weil der öffentliche Nahverkehr überfordert sei, warnten die Wirtschaftsverbände.

Ein Drittel der oberbayerischen und die Hälfte der Münchner Handwerksbetriebe wären in ihrer Existenz bedroht, sagte der Sprecher der Handwerkskammer München und Oberbayern, Jens Christopher Ulrich. Das Dieselverbot wäre "eine Katastrophe".

Münchner Oberbürgermeister will Dieselfahrzeuge verbannen

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will noch dieses Jahr Dieselfahrzeuge aus der Stadt verbannen. Ausnehmen will er die neusten Dieselautos mit Euro-6-Norm, Taxis und Busse.

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft warnte, ein solches Fahrverbot würde der bayerischen Wirtschaft massiv schaden. Alle Dieselfahrzeuge hätten beim Kauf den Gesetzen entsprochen. Die wenigsten Privatleute und Betriebe könnten sich auf die Schnelle neue Fahrzeuge leisten, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Die Stadt solle besser den öffentlichen Nahverkehr ausbauen.

Handwerkskammer: 79 Prozent sind auf den Diesel angewiesen

Die Handwerkskammer erklärte, 79 Prozent der Handwerker seien zwingend auf den Diesel angewiesen, weil sie Werkzeug und Lasten transportieren müssten. Die heutigen Elektrofahrzeuge schafften das nicht. "Man kann nicht einfach sagen: Wir schneiden den Wirtschaftsverkehr einfach ab und schauen, was dabei rauskommt", warnte Ulrich.

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