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Wirtschaft - Aktien Frankfurt Schluss: Rekorde für Dax und Dow vor US-Zinsentscheid

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt Schluss: Rekorde für Dax und Dow vor US-Zinsentscheid

14.06.2017, 18:20 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt bleibt auf Rekordkurs: Vor der US-Zinsentscheidung hat der Dax am Mittwoch erstmals in seiner Geschichte die Marke von 12 900 Punkten übersprungen. In den USA erreichte auch der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial eine weitere Bestmarke, nachdem er bereits am Vortag in neue Höhen vorgedrungen war.

"Sollte die US-Notenbank an diesem Abend die Zinsen wie erwartet anheben und gleichzeitig zum Ausdruck bringen, dass die nächste Erhöhung nicht sehr bald folgen wird, könnte dies weitere Käufer in die Märkte bringen und den Aktien den nächsten Schub verleihen", erwartet Händler Markus Huber vom Broker City of London Markets.

ANLEGER VERLÄSST NACH REKORDEN WIEDER ETWAS DER MUT

Vor der Fed-Entscheidung jedoch verließ die Anleger dies- und jenseits des Atlantiks zunächst einmal dann doch der Mut. Der deutsche Leitindex beendete den Handel 0,32 Prozent höher bei 12 805,95 Zählern. Am frühen Nachmittag war er zeitweise bis auf 12 921,17 Punkte geklettert. Der MDax kam zu guter Letzt kaum vom Fleck mit plus 0,07 Prozent auf 25 305,02 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,21 Prozent auf 2280,41 Punkte.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es dagegen um 0,30 Prozent auf 3547,15 Punkte nach unten und auch die Börsen in Paris und London gaben moderat nach. In den USA zeigte sich der Dow zum Handelsschluss in Europa auf Vortagesniveau. Zum Börsenauftakt war der Dow noch bis auf 21 354,56 Punkte hochgesprungen.

Eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank gilt an den Märkten als ausgemacht. Zugleich wird aber vor allem nach den jüngst enttäuschenden Arbeitsmarktdaten gehofft, dass die Notenbanker weiter zurückhaltend agieren. Am Mittwoch wurde zudem bekannt, dass die Umsätze im US-Einzelhandel im Mai überraschend gesunken waren. Mit einem Rückgang um 0,3 Prozent zum Vormonat war es das kräftigste Minus seit Januar 2016 gewesen. Die Inflation hatte sich im selben Monat deutlicher abgeschwächt als von Experten erwartet.

POST-AKTIE PROFITIERT AN DAX-SPITZE VON KAUFEMPFEHLUNG

Unter den Einzelwerten ragten im Dax die Aktien der Deutschen Post mit einem Plus von 2,53 Prozent heraus. Sie profitierten von einer Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler. Die zuletzt enttäuschende Gewinnentwicklung des Logistikkonzerns sollte in den kommenden Quartalen wieder in Schwung kommen, erwartet Analyst Guido Hoymann.

Die BMW-Papiere zählten hingegen zu den Aktien, die besonders gemieden wurden. Sie reagierten mit einem Verlust von 1,12 Prozent auf die jüngsten Absatzzahlen des Münchener Autobauers. BMW hatte nach dem starken Monat April im Mai wieder einen Gang herunter schalten müssen, lieferte aber immer noch weltweit 5,1 Prozent mehr Fahrzeuge aus.

ENERGIEWERTE WEITER IM AUFWIND

Die Aktien der Versorger Eon und RWE setzten nach einigen Tagen Pause ihre jüngste Rally fort. Während Eon um 2,05 Prozent zugelegten und zeitweise auf den höchsten Stand seit August 2016 stiegen, ging es für RWE vorübergehend auf den höchsten Stand seit Juli 2015. Am Handelsende stand ein Plus von 1,25 Prozent zu Buche. Bereits in den vergangenen Monaten hatten die Papiere unter anderem von einer Verbesserung des Branchenumfeldes und klareren Konzernstrukturen profitiert. In der vergangenen Woche lieferte die vom Bundesverfassungsgericht gekippte Brennelementesteuer weiteren Rückenwind. Beide Titel gehören im bisherigen Jahresverlauf zu den größten Gewinnern im Dax.

EVOTEC ERSTMALS ÜBER 14 EURO

Die Evotec-Aktien übersprangen im Verlauf erstmals seit 2001 die Marke von 14 Euro und zählen seit Jahresanfang mit einem Plus von fast 90 Prozent zu den gefragtesten Werten im TecDax. Aus dem Handel gingen sie am Mittwoch mit plus 1,01 Prozent auf 13,56 Euro. Das Biotech-Unternehmen will mit seinem Beitritt zum Nurture-Konsortium die Wirkstoffforschung im Bereich der Nierenerkrankungen beschleunigen, wie es zur Wochenmitte informierte.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 141,97 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,30 Prozent auf 165,47 Punkte vor. Der Kurs des Euro stieg bis zum Abend auf 1,1277 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1203 (Dienstag: 1,1217) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8926 (0,8915) Euro./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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