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Wirtschaft  

Eurokurs gibt deutlich nach - Pfund steigt

15.06.2017, 20:59 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Donnerstag deutlich nachgegeben. Der US-Dollar profitierte wiederum von der Aussicht auf eine weniger lockere Geldpolitik in den Vereinigten Staaten. Im New Yorker Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1150 US-Dollar. Vor der Zinsentscheidung der Fed am Mittwochabend europäischer Zeit hatte der Eurokurs noch bei knapp unter 1,13 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1166 (Mittwoch: 1,1203) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8956 (0,8926) Euro.

Bereits nach den geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank am Mittwochabend war der Euro zum Dollar unter Druck geraten. Die Fed hatte wie erwartet den Leitzins angehoben. Die zuletzt abgeschwächte Inflation sollte laut der Notenbankvorsitzenden Janet Yellen nicht überbewertet werden. Die Voraussetzungen für einen Anstieg der Inflation seien angesichts des robusten Arbeitsmarktes gegeben.

Zudem stellte die Fed ein Programm für die Verringerung der riesigen Bilanzsumme vor. Eine restriktivere Geldpolitik unterstützt tendenziell den Dollar. Die am Nachmittag in den USA veröffentlichten Konjunkturindikatoren fielen uneinheitlich aus und gaben dem Markt keine klare Richtung.

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Das britische Pfund legte nach der Zinsentscheidung der britischen Notenbank an diesem Donnerstag deutlich zu. Die Uneinigkeit in der Bank of England (BoE) über die Geldpolitik ist groß. So votierten auf der Zinssitzung immerhin drei Mitglieder für eine Zinserhöhung. Eine Mehrheit von fünf Vertretern stimmte dagegen. Für eine Zinserhöhung spricht die hohe Inflation. Die jüngsten Bremsspuren in der wirtschaftlichen Entwicklung sprechen für ein Abwarten. So waren die britischen Einzelhandelsumsätze im Mai überraschend deutlich gefallen. Das Pfund gab einen Teil seiner Gewinne zum Dollar und zum Euro im europäischen Nachmittagshandel zwar teilweise wieder ab, es stand zuletzt aber immer noch deutlich höher als vor dem BoE-Zinsentscheid.

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