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Wirtschaft - Aktien New York Schluss: Anleger machen um Tech-Werte erneut einen Bogen

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Wirtschaft  

Aktien New York Schluss: Anleger machen um Tech-Werte erneut einen Bogen

15.06.2017, 22:37 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Im New Yorker Aktienhandel haben die Anleger am Donnerstag Technologie-Werte erneut gemieden. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verlor 0,46 Prozent auf 5700,89 Punkte und damit mehr als der Leitindex Dow Jones Industrial , für den es nur um 0,07 Prozent auf 21 359,90 Punkte nach unten ging. Beiden Indizes gelang es, ihre Verluste bis zum Handelsschluss deutlich einzudämmen. Das galt auch für den marktbreiten S&P-500-Index , der 0,22 Prozent auf 2432,46 Punkte verlor.

Noch am Vortag hatte der Dow nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed bei zwischenzeitlich 21 391,97 Punkten so hoch gestanden wie nie zuvor. An der Nasdaq-Börse geht es indes seit vergangenen Freitag mit Ausnahme einer zwischenzeitlichen Erholung am Dienstag bergab. Sorgen vor einer Überhitzung der Tech-Werte belasten.

DOLLAR, ÖL UND TRUMP

Als generelle Stimmungsdämpfer machten Marktbeobachter am Donnerstag die Öl- und Rohstoffpreise aus, die unter dem steigenden US-Dollar litten. Hinzu kamen die Untersuchungen wegen möglicher Kontakte des Wahlkampfteams von Donald Trump mit Russland. Inzwischen ermittelt Sonderermittler Robert Mueller wegen des Vorwurfs der Justizbehinderung direkt gegen den US-Präsidenten. Frische Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten waren unter dem Strich durchwachsen ausgefallen.

Die Fed hatte trotz zuletzt enttäuschender Wirtschaftsdaten den Leitzins erwartungsgemäß leicht angehoben. Klare Hinweise auf den Zeitpunkt einer nächsten Anhebung gab die Fed-Vorsitzende Janet Yellen nicht - sie kündigte für die kommenden Jahre lediglich weitere graduelle Zinserhöhungen an. Allerdings teilte Yellen mit, sofern sich die Wirtschaft wie erwartet entwickle, wolle man noch 2017 mit dem Abbau der rund 4,5 Billionen Dollar schweren Fed-Bilanz beginnen. Dies hätten einige Marktteilnehmer wohl nicht auf der Rechnung gehabt, weshalb sie erst einmal Gewinne einstrichen, sagten Händler.

Die Technologie-Schwergewichte, die zuletzt maßgeblich zum Kursrutsch an der Nasdaq beigetragen hatten, standen am Donnerstag weiter unter Beschuss: So verloren die Aktien von Apple 0,60 Prozent. Seit vergangenen Freitag sind die Anteile des iPhone-Konzerns damit rund 7 Prozent weniger wert. Amazon gaben um 1,26 Prozent nach. Ein für die Aktien des Online-Händlers auf 1100 US-Dollar aufgestocktes Kursziel durch das japanische Analysehaus Nomura stütze damit nicht. Die Anteile der Google-Mutter Alphabet und von Facebook verzeichneten ebenfalls Abschläge.

NESTLE-ANKÜNDIGUNG SCHMECKT HERSHEY-ANLEGERN

Aktien von Süßigkeiten-Produzenten reagierten positiv auf eine Ankündigung des Lebensmittelriesen Nestle. Die Schweizer prüfen strategische Optionen für ihr US-Süßwarengeschäft. Dazu zähle auch die Option einer möglichen Veräußerung, hieß es. In New York drehten die Anteile von Hershey und Mondelez daraufhin ins Plus. Zum Schluss gewannen Hershey 0,43 Prozent und Mondelez 0,33 Prozent.

Der Sportartikelhersteller Nike will zwei Prozent seiner Belegschaft weltweit abbauen. Oftmals reagieren Aktien auf die Ankündigung von Stellenstreichungen positiv, die Nike-Papiere aber nicht. Am Dow-Ende fielen sie um 3,22 Prozent.

Beim Autobauer Fiat Chrysler sorgte der angekündigte Rückruf von Fahrzeugen für ein Minus von 1,93 Prozent. Medienberichten zufolge sind davon knapp 300 000 in den USA und Kanada verkaufte Minivans wegen Problemen mit den Airbags betroffen.

SNAP ZURÜCK AUF LOS

Die Aktien von Snap rutschten erstmals auf den Ausgabepreis von 17 US-Dollar von Anfang März zurück. Für die Titel des Unternehmens, das hinter der bekannten Foto- und Nachrichten-App Snapchat steht, bedeutete dies ein Tagesminus von 4,92 Prozent.

Der Eurokurs gab deutlich nach, während der US-Dollar von der Aussicht auf eine weniger lockere Geldpolitik in den Vereinigten Staaten profitierte. Im New Yorker Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1148 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1166 (Mittwoch: 1,1203) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8956 (0,8926) Euro. Richtungweisende US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren gaben um 10/32 Punkte auf 101 28/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 2,16 Prozent./ajx/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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