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Experten rechnen mit Rekorden an der Börse

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Dax flirtet mit 13.000er Marke  

Experten rechnen mit neuen Börsen-Rekorden

17.06.2017, 14:22 Uhr | Hakan Ersen, Reuters

Experten rechnen mit Rekorden an der Börse. Händler und Analysten verfolgen auf dem Parkett der Börse in Frankfurt am Main die Aktienkurse. (Quelle: dpa/Boris Roessler)

Händler und Analysten verfolgen auf dem Parkett der Börse in Frankfurt am Main die Aktienkurse. (Quelle: Boris Roessler/dpa)

Die Kursverluste der vergangenen beiden Wochen bilden Experten zufolge eine gute Basis für eine neue Börsenrally. Schwung für die Finanzmärkte könnte auch der erwartete Sieg von Emmanuel Macrons Partei bei der Parlamentswahl in Frankreich bringen.

"Die politischen Risiken sind zwar weiter vorhanden, aber insgesamt stärker in den Hintergrund gerückt", sagt Ulrike Jäger, Chef-Anlagestrategin des Bankhauses Sal. Oppenheim. Außerdem sprudelten dank der robusten Konjunktur die Unternehmensgewinne. "Die Wachstumsschätzungen für das Gesamtjahr 2017 wurden sogar deutlich nach oben korrigiert."

Börsianer setzen zudem nach der zweiten Runde der französischen Parlamentswahl am Sonntag und der erwarteten absoluten Mehrheit für die Partei Macrons auf schnelle Reformen. "Diese Aussicht könnte der Euro-Zone den Status einer glaubwürdigen Alternative zu den USA als sichere und wachsende Wirtschaftsregion verleihen", sagt Didier Saint-Georges, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter Carmignac.

Der Dax kletterte in den vergangenen Tagen auf ein Rekordhoch von 12.921,17 Punkten. Unter dem Strich verlor er aber ein halbes Prozent auf 12.752,73 Zähler. Das ist der zweite Wochenverlust in Folge. Der Dow Jones verbuchte in der zurückliegenden Woche dagegen einen Gewinn von 0,5 Prozent und schloss am Freitagabend mit 21.384 Punkten. Der S&P 500 verabschiedete sich mit 2433 Zählern und der Nasdaq mit 6151 Stellen.

Quo vadis, Britannia?

Kopfschmerzen bereitet europäischen Anlegern immer noch die Lage in Großbritannien. Das Wahldebakel der konservativen Partei von Premierministerin Theresa May ziehe ihre starke Führung in Zweifel, sagt Christophe Bernard, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Vontobel. "Das Ergebnis schwächt die Position Großbritanniens bei den wichtigen Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union.

Außerdem bedeutet es nichts Gutes für die Zukunft von Theresa May an der Spitze der Konservativen – und des Landes." May hat sich noch nicht mit der nordirischen DUP zur Tolerierung einer Minderheitsregierung geeinigt, obwohl das neue Parlament am Mittwoch zur ersten formellen Sitzung zusammenkommen soll. Dennoch sollen die Brexit-Gespräche wie geplant am Montag beginnen.

Konjunktiurdaten rücken wieder in den Vordergrund

Nach den Wahlen und den geldpolitischen Beratungen der großen Notenbanken konzentrieren sich Investoren nun wieder auf die Entwicklung der Konjunktur. Hinweise hierauf liefert unter anderem das Barometer für die Kauflaune der europäischen Verbraucher am Donnerstag. Am Freitag folgen die Indikatoren für die Stimmung der deutschen und europäischen Einkaufsmanager.

In den USA stehen die Eigenheimverkäufe (Mittwoch) und Frühindikatoren (Donnerstag) auf dem Terminplan. Zudem äußern sich in der neuen Woche mehrere Notenbanker der Fed. Ihre Auftritte dürften weiter aufmerksam verfolgt werden, nachdem die Zentralbank zuletzt wie erwartet die Zinsen erhöhte.

Auf Unternehmensseite richtet sich das Augenmerk am Donnerstag auf die Banken. Dann veröffentlicht die Fed die Ergebnisse des diesjährigen Belastungstests der wichtigsten Institute. Es sind die ersten Noten seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump. Er hatte versprochen, den Finanzinstituten weniger Auflagen zu machen, damit sie mehr Geld verleihen und die Wirtschaft ankurbeln können.

Bereits am Dienstag legt der Deutsche-Post-Rivale FedEx Geschäftszahlen vor. Am Mittwoch folgt der SAP-Konkurrent Oracle. Spannend könnte es bei der Hauptversammlung von Patrizia am Donnerstag werden.

Großanleger Union Investment will dem Vorstand die Entlastung verweigern und fordert eine Sonderdividende von 3,50 Euro. Am selben Tag lädt das Oberlandesgericht Düsseldorf zu einer Anhörung über die geplante Aufspaltung von Metro ein. Gegen diesen Plan klagt unter anderem der streitbare Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals.

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