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Aktien Europa: Ölpreise und Asien sorgen für gute Stimmung

26.06.2017, 11:39 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Stabilisierung der Ölpreise hat Europas Börsen am Montag Kursgewinne beschert. Rückenwind komme auch von den freundlichen asiatischen Aktienmärkten, schrieben die Analysten von Accendo Markets. David Madden von CMC Markets UK verwies zudem auf die mit Staatsmilliarden finanzierte Lösung für zwei italienische Krisenbanken, die positiv aufgenommen worden sei. Das rekordhohe deutsche Ifo-Geschäftsklima sorgte ebenfalls für gute Stimmung.

Am späten Vormittag stand der EuroStoxx 50 0,87 Prozent im Plus bei 3574,64 Punkten. Die vergangene Woche hatte sich der Eurozonen-Leitindex unterm Strich kaum von der Stelle bewegt und damit an seine richtungslose Tendenz der vorherigen Wochen angeknüpft. Für den französischen CAC-40-Index ging es am Montag um 0,98 Prozent auf 5317,96 Zähler hoch und der britische FTSE 100 gewann 0,56 Prozent auf 7465,55 Punkte.

In der europäischen Branchenübersicht gab es nur Gewinner. Am stärksten legten die Aktien von Nahrungsmittel- und Getränkeherstellern zu: Deren Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 zog um 2,01 Prozent an.

Als Zugpferde im Branchenindex erwiesen sich Nestle und L'Oreal mit Kursaufschlägen von jeweils über 4 Prozent. Der Hedgefonds Third Point des US-Investors Daniel Loeb ist mit rund 3,5 Milliarden US-Dollar bei Nestle eingestiegen. Er fordert den Verkauf des 23-prozentigen Anteils am französischen Konsumgüterkonzern und eine weitere Straffung des Unternehmensportfolios sowie eine höhere Rendite. Für die Anteilsscheine von Nestle-Konkurrent Danone ging es um 2,68 Prozent hoch.

Der Bankenindex profitierte mit plus 1,33 Prozent von Nachrichten aus Italien und einer positiven Sektorstudie. Die italienische Regierung steht mit weiteren Milliarden für die Abwicklung der Krisenbanken Banca Popolare di Vicenza und Banca Veneto ein. Die EU stimmte den Staatshilfen für einen Teil-Verkauf an das zweitgrößte italienische Bankhaus Intesa Sanpaolo zu, das den Kauf für die symbolische Summe von einem Euro bestätigte. Die Intesa-Titel gewannen knapp 4 Prozent und die Aktien des heimischen Konkurrenten Unicredit über 3 Prozent.

Derweil ist die US-Bank JPMorgan nun positiver für die langfristigen Aussichten der Investmentbanken gestimmt. Er bevorzuge unter den global agierenden Häusern diejenigen mit Aktivitäten in den USA, schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer aktuellen Branchenstudie.

Nur mickrige Gewinne schafften derweil die europäischen Branchenindizes der Versorger und Medizinunternehmen. Diese als defensiv geltenden Aktien spielen ihre Stärken eher in einem negativen Marktumfeld aus.

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