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Bundesbank: Deutsche Konjunktur bekommt weiter Schwung

26.06.2017, 12:02 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Bundesbank sieht die Konjunktur in Deutschland weiter Fahrt aufnehmen. "Die deutsche Wirtschaft dürfte im Frühjahr 2017 den kräftigen Expansionskurs aus dem Winterhalbjahr fortsetzen", heißt es im am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Deutschen Bundesbank. Für Schwung sorge vor allem die lebhafte Industrie, die sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland wichtige Impulse erhalte. Vor allem in anderen Euro-Ländern waren deutsche Produkte zuletzt stark gefragt.

Zwar seien in der Industrie die Neuaufträge zuletzt etwas rückläufig. Dies gehe aber vor allem auf Großaufträge zurück, die zu starken statistischen Schwankungen führen. Während die Produktion der Autobauer schwächelte, sorgten insbesondere Produzenten in den Bereichen Elektronik, Datenverarbeitung und Optik für Aufschwung.

Aber auch im Baugewerbe stehen die Zeichen dank voller Auftragsbücher auf Wachstum. Die sogenannte Auftragsreichweite habe hier inzwischen den höchsten Wert seit dem Jahr 1991, also kurz nach der Wiedervereinigung, erreicht. Die Auftragsreichweite gibt an, wie weit in die Zukunft die bestehenden Aufträge noch einen gleichbleibenden Umsatz gewährleisten.

Zudem weist eine Zunahme der Beschäftigung den Währungshütern zufolge auf eine robuste Entwicklung im Dienstleistungssektor hin. "Die sehr vorteilhafte Arbeitsmarktlage stützt die Konsumentenstimmung und ist eine wesentliche Grundlage dafür, dass der private Verbrauch seine Rolle als wichtiger Eckpfeiler des Aufschwungs beibehält."

Zuletzt habe es einen kräftigen Zuwachs bei sozialversicherungspflichtigen Jobs gegeben, während die Zahl der ausschließlich geringfügig oder selbständig Beschäftigten zurückging. Gleichzeitig gebe es Hinweise auf zunehmende Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung.

Unterdessen gibt es wenig Bewegung bei der Inflation. Während die Preise für Industriegüter (ohne den Energiesektor) sowie im Dienstleistungsbereich zuletzt zugelegt hätten, wirkten sinkende Energiepreise dämpfend auf die Teuerung, heißt es in dem Bericht. Trotz Produktionskürzungen wichtiger Förderländer sind die Ölpreise zuletzt deutlich gesunken.

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